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Sieben Gründe für den Forellenrückgang

Forellen sind robuste und flexible Fische. Doch die drastische Umgestaltung und Beeinträchtigung der Gewässerlebensräume in den letzten 150 Jahren überfordert selbst ihre aussergewöhnliche Anpassungsfähigkeit. Seit mindestens 40 Jahren verschärft zusätzlich der Klimawandel die Situation.

1. Lebensraumverlust

Rund ein Viertel aller Schweizer Fliessgewässer oder rund 15000 Kilometer gelten als stark beeinträchtigt. Sie wurden kanalisiert, gestaut und ihre Ufer hart verbaut. Ungezählte kleine und kleinste Bäche sind verschwunden. Sie wurden zur Gewinnung von Kulturland ausgetrocknet oder eingedolt. Viele waren Laichplätze, Kinderstuben oder Jagdreviere für Forellen und gleichzeitig auch Lebensraum für Krebse, Schnecken, Muscheln und Insekten, die heute als Nahrung fehlen.

Warum brauchen die Gewässer Raum?

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/warum-brauchen-die-gewaesser-raum.html

 

Bundesamt für Umwelt (BAFU): Struktur und Morphologie der Fliessgewässer

www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/fachinformationen/zustand-der-gewaesser/zustand-der-fliessgewaesser/struktur-und-morphologie-der-fliessgewaesser.html

Bundesamt für Umwelt (BAFU): Revitalisierungen

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/fachinformationen/massnahmen-zum-schutz-der-gewaesser/renaturierung-der-gewaesser/revitalisierungen.html

2. Wasserkraftwerke

Die intensive Nutzung der Gewässer in unserem Land hat vielen Forellenpopulationen zugesetzt. In den Alpen fallen ungezählte Bäche trocken durch exzessive Wasserentnahme. Der Sunk-/Schwallbetrieb stresst und tötet Larven und Jungfische und die unsachgemässe Entleerung von Stauhaltungen verursacht regelmässig Totalschäden.

In den Talgewässern verschlammen in gestauten Strecken die Kiesflächen, die unverzichtbar für die Fortpflanzung sind. Schliesslich haben die Wehre als unüberwindliche Barrieren viele wandernde Populationen beeinträchtig oder ausgelöscht.  Das spektakulärste Beispiel ist die die Meerforelle des Rheins, die noch vor dem Lachs ausstarb.

 

Bundesamt für Umwelt (BAFU): Restwasser

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/restwasser.html

 

Bundesamt für Umwelt (BAFU): Fischgängigkeit

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/fachinformationen/massnahmen-zum-schutz-der-gewaesser/renaturierung-der-gewaesser/fischgaengigkeit.html

 

Bundesamt für Umwelt (BAFU): Geschiebe

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/fachinformationen/massnahmen-zum-schutz-der-gewaesser/renaturierung-der-gewaesser/geschiebe.html

 

FIBER-Broschüre über Schwall/Sunk

https://www.fischereiberatung.ch/fileadmin/sites/fiber/angebot/fiber_publ/broschueren/brosch_schwallsunk_de.pdf

3. Gewässerverschmutzung

Praktisch täglich kommen in der Schweiz akute Gewässerverschmutzungen vor, bei denen nicht selten Tausende von Fischen, Krebsen und ungezählte Kleinorganismen sterben. Die Ursachen reichen von Unfällen über Achtlosigkeit bis hin zu krimineller Missachtung der Gesetze.

Die unüberschaubare Vielfalt von chemischen Substanzen (Medikamente, Pestizide), die ins Wasser gelangt, beeinflusst und gefährdet die Fische und alle anderen Lebewesen in unseren Gewässern. Ihre Wirkungen sind weitgehend unerforscht.

 

Eidgenössische Statistik der Fischsterben

https://www.fischereistatistik.ch/de/statistics?tt=2

 

Merkblatt des Kantons Graubünden zu Gewässerverschmutzungen

https://www.gr.ch/DE/institutionen/verwaltung/ekud/anu/ANU_Dokumente/pso005d_Gewaesserverschmutzung.pdf

Bundesamt für Umwelt (BAFU): Mikroverunreinigungen

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wasser/dossiers/mikroverunreinigungen.html

4. Klimawandel

Die Veränderung des Klimas und die Erwärmung der Gewässer haben vielfältige negative Folgen nicht nur für Forellen. Dazu gehören die Zunahme von zerstörerischen Hochwassern, Fischsterben aufgrund von Wassermangel, zu hohen Temperaturen oder zu tiefem Sauerstoffgehalt im Wasser, die Ausbreitung von neuen Krankheitserregern sowie die Veränderung der Unterwasserflora und -fauna durch eingewanderte Arten, die von der Erwärmung profitieren.

 

Klimaerwärmung treibt Fische in höhere Lagen

https://www.sfv-fsp.ch/fileadmin/user_upload/Herausforderungen/Klimaerwaermung/Dossiers/Klimawandel_treibt_Fische_in_ho__here_Lagen.pdf

 

WWF Riverwatch: Klimawandel und Flüsse

https://www.wwf.ch/sites/default/files/doc-2017-07/2007-07-factsheet-riverwatch-klimawandel-fluesse_tdi.pdf

 

Freiburger Nachrichten: Klimaerwärmung stresst die Bachforelle

https://www.freiburger-nachrichten.ch/sense/klimaerwarmung-stresst-die-bachforelle

 

Klimawandel: Die Forellen sind im Hitzestress

https://www.derstandard.at/story/2000109068921/klimawandel-die-forellen-sind-im-hitzestress

5. Krankheiten

Es existieren diverse Krankheiten, die Forellenpopulationen stark beeinträchtigen oder sogar auslöschen können. Einige Erreger (Pilze, Bakterien, Viren) sind durch die Erwärmung der Gewässer in den letzten Jahrzehnten aktiver und ansteckender geworden. Beispiele sind Pilzinfektionen, die PKD (proliferative kidney disease), die schwere Entzündungen der Organe bewirkt, oder das mysteriöse Schwarzforellen-Virus.

 

FIBER-Broschüre über die Niereninfektion PKD

https://www.fischereiberatung.ch/fileadmin/sites/fiber/angebot/fiber_publ/broschueren/brosch_pkd_de.pdf

 

Ursache für «Schwarzforellen-Krankheit» geklärt

https://www.petri-heil.ch/ursache-fuer-schwarzforellen-krankheit-geklaert/

 

Geheimnis des „Bachforellen-Sterbens“ gelüftet

https://www.tum.de/nc/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/details/35106/

 

…oder doch noch nicht! (in english)

https://www.researchgate.net/publication/330705842_Piscine_Orthoreovirus_3_Is_Not_the_Causative_Pathogen_of_Proliferative_Darkening_Syndrome_PDS_of_Brown_Trout_Salmo_trutta_fario

6. Prädatoren

Die Bestände von fischfressenden Vögeln wie Kormoran, Gänsesäger und Graureiher haben in den letzten 40 Jahren stark von Schutzmassnahmen profitiert. Ihre massive Zunahme hat den Druck auf Forellen in allen Lebensräumen erhöht. Besonders problematisch sind die Beutezüge in Kleingewässern mit bereits gefährdeten Populationen. Von einem natürlichen Räuber-Beute-Gleichgewicht kann hier keine Rede sein.

7. Falsche Bewirtschaftung und Überfischung

In Unkenntnis der genetischen Unterschiede wurden vor allem atlantische Forellen weit über die natürlichen Populationsgrenzen hinweg als Besatz verwendet, darunter auch völlig standortfremde Stämme aus Nord- und Osteuropa. Sie haben die ursprünglichen Forellenarten und lokale Formen teilweise verdrängt oder sich mit ihnen vermischt. Das lässt sich heute mit DNA-Analysen nachweisen.

Die schwindenden Bestände in den Talgewässern erhöhten den fischereilichen Druck auf Oberläufe und Zuflüsse. Doch selbst intakte Bäche haben eine begrenzte Produktivität und unvernünftige Entnahmen können den Bestand nachhaltig schädigen.

 

Genetik & Fischerei

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/biodiversitaet/publikationen-studien/publikationen/genetik-und-fischerei.html

 

Nachhaltiger Fischbesatz in Fliessgewässern

https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/biodiversitaet/publikationen-studien/publikationen/nachhaltiger-fischbesatz-in-fliessgewaessern.html