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Für Sie bei Biaufond im winterlichen Neuenburger Jura entdeckt: ein festlich geschmückter «Fischer-Weihnachtsbaum» der Doubs-Angler.


ZV-Sitzung: Hors d'oeuvre riche et varié

Die Traktandenliste der Novembersitzung des Zentralvorstands (ZV) präsentierte sich wie ein reichhaltiges Hors d'oeuvre: Sie reichte von personellen über nationale bis zu internationalen Fragen. Seine Demission als GL-Mitglied kündigte Roland Seiler an.

Die Geschäftsleitung (GL) war vom ZV mit der Bildung einer beratenden Kommission für den Problemkreis «fischfressende Vögel» beauftragt worden. Als Mitglieder konnten inzwischen drei ausgewiesene Experten gewonnen werden: Kurt Egloff, vormals Fischereiverwalter des Kantons Thurgau, Christoph Küng, Bereichsleiter Fischereiwirtschaft beim bernischen Fischereiinspektorat, und Matthias Escher, Veterinär und Autor von Gänsesägerstudien. Das vom ZV nunmehr offiziell eingesetzte Gremium wird vom Ressortchef Artenschutz, Martin Peter, geleitet.

Vordinglich ist die Ausarbeitung eines Strategiepapiers, um für Diskussionen im Zusammenhang mit den im Nationalrat hängigen Vorstössen (Motion Dupraz, Postulat Aeschbacher) gewappnet zu sein. Im Waadtländer Grossen Rat wurde ebenfalls ein Vorstoss betreffend die Regulation der Prädatorenbestände (Postulat Miéville) eingereicht. SFV-Vizepräsident Thierry Potterat forderte die Kantonalpräsidenten eindringlich auf, in ihren Kantonsparlamenten analoge Vorstösse zu initiieren. Hauptforderung sollte die Delegation von Regulationskompetenzen an die Kantone sein (vgl. www.sfv-fsp.ch/Themen/Prädatoren).

Rechtsberatung und Shop
Neu geregelt wird die SFV-Rechtsberatung: Als Nachfolger von Tobias Winzeler steht ab kommendem März Urs Grütter (Gümligen) als Rechtskonsulent zur Verfügung. Mit Grütter als aktivem Angler, Rechtsanwalt und Geschäftsführer des Berner Kantonalverbands BKFV konnte eine Idealbesetzung gefunden werden. Zu reden gaben im ZV die Honorarkosten: Diese spiegeln bis zu einem gewissen Grad die heutigen Verhältnissen wider, dürften also höher ausfallen als bisher. Der ZV beauftragte die GL, über die budgetrelevanten Konsequenzen des neuen Mandats Bericht zu erstatten.

Die Finanzfrage spielt auch bei der Besetzung des vakanten Geschäftsführerpostens eine zentrale Rolle. Bis Mitte November gingen zwölf Bewerbungen ein. Die GL wird den ZV an der nächsten Sitzung über das Ergebnis des Auswahlverfahrens informieren. Seit März 2007 fungiert Präsident Werner Widmer als Interimsgeschäftsführer. Der ZV beschloss, ihm dafür rückwirkend ein (allerdings weit unter marktüblichen Ansätzen angesiedeltes) Pauschalhonorar auszurichten.

Der SFV-Shop wurde seit vielen Jahren von EM Rudolf Hauser (Bürglen) geleitet. Ab 1. Januar 2008 ist Hanspeter Güntensperger für die Shop-Belange verantwortlich (Grassiweg 40, 3714 Frutigen, Tel. 033 671 28 21, Email: hpgfrutigen(at)bluewin.ch). Bestellungen können weiterhin auch online via www.sfv-fsp.ch/shop aufgegeben werden.

Sachkundenachweis
Das Projekt «Sachkundenachweis» (SaNa) tritt in die Schlussphase. Es wird bekanntlich gemeinsam vom SFV und vom Jahr-Verlag (Petri-Heil) betreut. Die Leitung obliegt seitens des Verlagspartners Hansjörg Dietiker, den SFV vertritt seit Projektbeginn Rudolf Hauser. Als Ausbildungsverantwortlicher für die Westschweiz wirkt nunmehr auch GL-Mitglied Laurent Giroud im Leitungsgremium mit.

Ende November hat das BAFU eine Vollzugshilfe für die Kantone herausgegeben. Sie regelt die Details und zeigt Ermessens- und Gestaltungsspielräume der Kantone auf. Verschwiegen wird allerdings, dass das Schweizerische Sportfischerbrevet nach erfolgter Ergänzung mit den tierschutzrelevanten SaNa-Inhalten nicht nur als Sachkundenachweis anerkannt wird, sondern auch weiterhin eine optimale Anglerausbildung garantiert. Der SFV empfiehlt den Kantonen, nicht bloss den Sachkundenachweis, sondern - so weit das nicht schon der Fall ist - gleich die Sportfischerprüfung gemäss Brevet-Standard als obligatorisch zu erklären.

Internationales
Als Mitglied der Europäischen Angler Allianz (EAA) und der Arbeitsgemeinschaft Fischerei der Alpenländer (ArgeFA) war der SFV an den Jahres- bzw. Generalversammlungen der beiden Organisationen vertreten. Auf Grund des GV-Berichts von Roland Seiler wird sich die GL schlüssig werden müssen, ob ein Verbleib bei der EAA Sinn macht.

Sinn macht jedenfalls laut Widmer die Mitwirkung in der ArgeFA. Diese hat in der Person des Präsidenten des Landesfischerei-Verbands (LFV) Bayern, Eberhard Roese, erstmals für eine Amtszeit von vier Jahren einen Vorsitzenden bestimmt und beschlossen, über Mitglieder des EU-Parlaments direkt in Brüssel anzudocken. Dort soll vordringlich das alle ArgeFA-Mitgliedländer beschäftigende Prädatorenproblem angegangen werden.


Mehr Solidarität statt Fangchörbli-Denken

Zum Jahreswechsel hält SFV-Präsident Werner Widmer in einem Gespräch mit der Schweizerischen Fischerei-Zeitung (SFZ) Rückschau und Ausblick. Eines seiner Hauptanliegen: Mehr Solidarität, weniger «Chörbli-Denken».

SFV-Präsident Werner Widmer

SFZ: Das Jahr 2007 geht zu Ende. Damit ist Gelegenheit, Bilanz zu ziehen. Welches waren die wichtigsten Wegmarken?

Widmer: An der DV 2007 haben wir mit Tobias Winzeler, Ruedi Hauser und Urs Zeller drei hochkarätige Personen verabschiedet, die über einen überragenden Leistungsausweis verfügen und verdientermassen zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden. Der Kompetenzverlust wurde mit einer sehr guten Übergangslösung aufgefangen. Fazit: Im operativen Bereich funktioniert es bestens. Im Sachbereich gehörten neben diversen Vernehmlassungen (Tierschutz-, Stromversorgungs- und Energieverordnung, Restriktionen beim Fischimport) die Anhörungen bei der Regierungskonferenz der Gebirgskantone und der ständerätlichen UREK zur SFV-Initiative "Lebendiges Wasser" zu den Höhepunkten.

Was gehört eher auf die Negativseite?

In erster Linie ist hier die unselige Geschichte mit den fischfressenden Vögeln zu erwähnen. Da sind wir trotz immenser Arbeit des Ressortchefs Martin Peter keinen Schritt weitergekommen. Erfreulich ist hingegen die Bildung einer Prädatorenkommission, die uns beratend zur Seite stehen wird.

Mit dem 1. Januar beginnt ein Jubiläumsjahr. Die Fischer-Dachorganisation wird 125jährig. Was bedeutet dieses Jubiläum für den Verband und seinen Präsidenten?

Der SFV hat sich in den letzten Jahren zunehmend als respektierter und anerkannter Umweltverband etabliert. Das zeigt sich u.a. an seiner Medienpräsenz und in der Form vieler Medienanfragen, wo ich unsere Haltung zu aktuellen Fragen darstellen kann. Das Jubiläum ist eine wichtige Plattform, um unsere Positionen und Postulate weiter unter die Leute zu bringen: Bäche und Flüsse sollen wieder frei fliessen können, nicht jeder Wassertropfen soll für die Stromproduktion genutzt werden, genügende Restwassermengen sollen gesichert und die Schäden, die Schwall und Sunk auslösen, durch die Verursacher vermieden werden! Als Präsident freue ich mich natürlich auf den Jubiläumsanlass vom 17. Mai in Interlaken. Da werde ich Gelegenheit haben, das Netzwerk zu wichtigen Organisationen und Personen auszubauen und unserem Verband und seinen Zielen noch mehr Gewicht zu verleihen!

Welche Jahresziele haben Sie sich gesetzt?

Schwerpunkt wird die Begleitung der parlamentarischen Behandlung unserer Initiative sein. In der Prädatorenfrage ist die Zeit überfällig, um akzeptable Lösungen zu erwirken. Sonst ist der Ausstieg aus dem «Sommermassnahmenplan» nicht mehr zu umgehen. Der Auftrag des Zentralvorstands, die Strukturreform bis zur DV 2009 abzuschliessen, gehört ebenso in mein Pflichtenheft für das kommende Jahr. Die Frage, ob die DV als oberstes Verbandsorgan durch den ZV abgelöst werden soll, möchte ich schon an der nächsten DV im Sinne eines Vorentscheids geklärt haben. Schliesslich werden personelle Fragen viel Zeit und Aufmerksamkeit erfordern. Auf das Ende der Amtsperiode ist 2009 mit markanten Mutationen in der Geschäftsleitung zu rechnen. Es gehört zu den wichtigsten Aufgaben des Präsidenten, die Stabsübergabe gründlich vorzubereiten.

Die Kantonalverbände  verlieren immer mehr Mitglieder, vor allem wegen dem Rückgang der Fangerträge. Andere Kantonalverbände, z.B. das Tessin und das Wallis, stehen immer noch abseits. Ohne Mitglieder fliesst aber kein Geld in die Verbandskasse. Was kann der SFV tun, um dem Mitgliederschwund entgegenzuwirken?

Ich finde es betrüblich, dass Fischer ihre Vereinszugehörigkeit auflösen, weil ihre Fangchörbli nicht mehr so gefüllt sind wie einst. Gerade jetzt ist Solidarität gefragt. Sonst dürfen wir uns nicht mehr brüsten, in erster Linie Heger und Pfleger und erst in zweiter Linie Nutzer zu sein. Die Tessiner und Walliser habe ich intensiv bearbeitet, um sie zum Beitritt zu bewegen. Sie anerkennen zwar unsere Arbeit. Aber der Mitgliederbeitrag von sieben «Stützli» schreckt sie ab. Womit wir wieder beim Chörbli-Denken wären.

Als Präsident des Vereins «Ja zu lebendigem Wasser» begleiten Sie, wie erwähnt, die parlamentarische Bearbeitung der SFV-Initiative. Wie beurteilen Sie die aktuelle Lage?

Als gut! Die erwähnten Anhörungen haben Früchte getragen. Sonst hätte die ständerätliche Kommission die Initiative ebenso kompromisslos abgelehnt, wie der Bundesrat. Nun soll ein indirekter Gegenvorschlag ausgearbeitet werden, von dem wir bis dato nur Titel und Untertitel kennen. Ich warte gespannt auf den Inhalt.

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Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

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Dossier Doubs

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Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

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