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8. Fischen Jagen Schiessen

Der Schweizerische Fischerei-Verband SFV ist an der 8. Internationalen Ausstellung Fischen Jagen Schiessen vom 21. bis 24. Februar erneut dabei.

Der SFV ist - zusammen mit dem Bernisch Kantonalen Fischerei-Verband BKFV und dem Medienpartner «Petri-Heil»  - seit Anbeginn an der im Zweijahresturnus stattfindenden Ausstellung in den Hallen der BEA Expo in Bern mit einem eigenen Stand vertreten. Vor zwei Jahren war erstmals auch die Fischereiberatung FIBER mit von der Partie.

In Zusammenarbeit mit der Jäger-Dachorganisation JagdSchweiz werden diesmal die Prädatoren in Fischerei und Jagd thematisiert. An einer prominent beschickten Publikumsveranstaltung mit Informationsblöcken und Diskussionsrunden dreht sich alles um fischfressende Vögel, vorab Kormoran, Gänsesäger und Graureiher sowie um Grossraubtiere wie Luchs, Wolf und Bär. Sie geht am Freitag, 22. Februar, ab 14.00 h im Kongresszentrum (Halle 140) über die Bühne. Wer sich umfassend und aus erster Hand über den aktuellen Stand der Prädatorenproblematik informieren will, darf diesen Event nicht verpassen.

Der SFV ist wiederum mit einem eigenen Stand und dem Warenangebot des SFV-Shops vertreten.

Der SFV-Stand dient wiederum der Kontaktpflege mit Mitgliedern aus dem Kreis der ihm angeschlossenen Vereine und Verbände. Daneben sind die Waren aus dem SFV-Shop erhältlich. Als Stand-Sponsor ist auch der 111er Club präsent.
Ein Besuch und ein kleiner Schwatz an der Standtheke lohnen sich auf jeden Fall.

Das Thema Fisch wird ferner am «Fisch-Info-Buffet» und im Fischerhäuschen mit dem Schwerpunktthema «Hecht» praktisch und theoretisch, im Restaurant «Le Pêcheur» ausserdem kulinarisch abgehandelt. Auf Wiedersehen in Bern!


«Good news» aus dem Bundeshaus

Gute Nachrichten aus Bern: Der Bundesrat hiess die Motion Dupraz betr. Massnahmen gegen fischfressende Vögel gut, und der Ständerat erteilte der FDP-Initiative gegen das Verbandsbeschwerderecht die verdiente Abfuhr.

John Dupraz ist selber ein begeisterter und, wie das im vergangenen Mai in Nyon beim Wägen der Beute aufgenommene Bild belegt, erfolgreicher Genferseefischer. Ebenso erfolgreich war seine Prädatoren-Motion.

Die «Prädatorenfront» kommt in Bewegung: Erstmals in der jüngeren Geschichte signalisiert der Bund in seiner Eigenschaft als oberster Hüter auch der Vielfalt der Fischarten, dass es Situationen gibt, in denen der Mensch in den Gang der «natürlichen» Dinge korrigierend eingreifen muss. Dies namentlich dann, wenn das Bestandesgleichgewicht zwischen Prädatoren und Beutetieren aus dem Lot zu geraten droht bzw. geraten ist.

Gänsesäger und Graureiher
Mit der Annahme der Motion des zurückgetretenen Genfer FDP-Nationalrats John Dupraz bekundete der Bundesrat seine Absicht, den Kantonen zu erlauben, «bei Fliessgewässern Eingriffe in lokale Bestände gewisser geschützter Vogelarten (Gänsesäger, Graureiher) vorzunehmen». Ferner sollen «Konflikte, die im Umfeld von nationalen Schutzgebieten wie dem Wasser- und Zugvogelreservat Fanel-Chablais de Cudrefin zwischen der Berufsfischerei und dem Vogelschutz auftreten», auf der Basis einer «transparenten Faktenanalyse» gelöst werden. Diesbezügliche Gespräche seien im Gang. Konkret geht es u.a. um die Berufsfischerentschädigung für durch Kormorane verursachte Netzschäden.

Denselben Bescheid erhielt der Präsident des Schweizer Vogelschutzes SVS/Birdlife Schweiz, Nationalrat Ruedi Aeschbacher (EVP, ZH). Dieser hatte in einem Postulat allerdings das Gegenteil dessen verlangt, was Dupraz anbegehrte: einen noch besseren Schutz der fischfressenden Vögel. Was als Reaktion auf die Motion Dupraz gedacht war, entpuppte sich im Nachhinein als Schuss in den Ofen, obschon die Landesregierung auch Aeschbachers Vorstoss akzeptierte.

Vogel-Akzeptanz verbessern!?
Die bundesrätliche Haltung ist eindeutig: Der starke Schwund der Fischbestände wird ausdrücklich anerkannt, als eine der Hauptursachen wird der «unbefriedigende Zustand vieler Fliessgewässer» genannt. Deren Aufwertung durch gezielte Revitalisierungen sei für den Schutz bedrohter Fischbestände von zentraler Bedeutung. Derartige Massnahmen zeitigten aber erst längerfristig Wirkung. «Kurzfristig lässt sich die Situation zumindest punktuell dadurch verbessern, dass auf die fischfressenden Vögel Einfluss genommen wird,» legt der Bundesrat klar. Er wolle deshalb bei der laufenden Revision des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel das Anliegen der Fischer aufnehmen. Wohl zur Beruhigung Aeschbachers reichte er nach, die Graureiher- und Gänsesägerpopulationen sollten insgesamt nicht geschwächt werden. Auch sei beabsichtigt, «die Akzeptanz für fischfressende Vögel bei den Fischern zu verbessern». Was den Kormoran betrifft, erinnert die Landesregierung daran, dass dieser Vogel bereits nach geltendem Recht jagdbar ist. Der SFV fordert allerdings eine wesentliche Verkürzung seiner Schonzeit.

Befriedigt zeigte sich SFV-Ressortleiter Artenschutz, Martin Peter. Für ihn ist klar: «Die bisherige Strategie des SFV wird bestätigt, allen Unkenrufen zum Trotz, dass sie gescheitert sei», gab er zu Protokoll. Die Stellungnahme des Bundesrats beweise, dass der vom SFV eingeschlagene Weg zielführend sei. Mehr noch: An einem europäischen Kormoransymposium sei der schweizerische Kormoran-Massnahmenplan als wegweisend für analoge Vorkehren auf EU-Ebene gerühmt worden. An der Konferenz von Ende November in Bonn wurde ferner eine hälftige Reduktion der europäischen Kormoranbestände gefordert.

Abgewehrt: Attacke gegen Beschwerderecht
Ihre verdiente Abfuhr erhalten hat im Ständerat die von der neu gewählten Zürcher Nationalrätin Doris Fiala ausgeheckte FDP-Initiative gegen das auch für den SFV wichtige Verbandsbeschwerderecht: Mit 23 gegen 9 Stimmen wurde das als «unklar», «staatspolitisch fragwürdig» und «unausgegoren» abqualifizierte Volksbegehren abgelehnt. Der Bundesrat, der es nach anfänglicher Ablehnung doch noch zur Annahme empfohlen hatte, erntete ebenfalls wenig schmeichelhafte Zensuren. Von einem Gegenvorschlag wollte das «Stöckli» auch nichts wissen. Dies vor allem, weil sich Fiala und ihre Mitstreiter bei der Anhörung vor der Rechtskommission völlig kompromisslos gezeigt und einen Gegenvorschlag «schroff» und «markig» abgelehnt hätten. Das Geschäft geht nun in den Nationalrat.

Das Thema bleibt jedoch auch im Ständerat auf der Tagesordnung: Eine Motion und eine Aargauer Standesinitiative verlangen eine weitere Optimierung des Beschwerdewesens im Umwelt- und Planungsrecht.

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Das Bachneunauge

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FISCHER MACHEN SCHULE

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