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Prädatoren und Angler-Grundausbildung

Der Stand der Prädatorenfrage und die Grundausbildung angehender Anglerinnen und Angler standen im Mittelpunkt der Herbstssitzung der SFV-Geschäftsleitung.

 

Das Europäische Parlament wird sich mit dem Kormoranproblem zu befassen haben.

Die Lage an der «Prädatorenfront» ist nach wie vor unklar. So steht immer noch nicht fest, ob, wie und auf welchen Zeitpunkt die Verordnung über Wasser- und Zugvogelreservate (WZVV) revidiert werden soll. Ebenso unklar ist, ob in Zukunft die Regulation der Kormoranbrutbestände in Schutzgebieten und ein Bestandesmanagement für Gänsesäger und Graureiher möglich sein werden. Diese Forderungen sind sowohl in der Vernehmlassungsantwort des SFV zur WZVV-Revision als auch in der Petition enthalten, die der SFV am vergangenen 22. August im Bundeshaus hinterlegte. Unterstützt wird der SFV in seiner Prädatorenpolitik von der Jäger-Dachorganisation JagdSchweiz einerseits und von der Aqua Viva andererseits. 

Der Schweizer Vogelschutz (SVS) versucht seinerseits, mit einer Petition Gegensteuer zu geben. Darin wird jeglicher Eingriff in Vogelschutzgebieten strikte abgelehnt. Mit andern Worten: Wenn es um Vögel geht, ist der Schutz anderer Tierarten für die Vogelschützer völlige Nebensache, sogar wenn es um gefährdete (Fisch-)Arten geht. Aber selbst, wenn die geänderte WZVV Bestandesmanagement-Massnahmen erlauben sollte, wäre noch nichts Handfestes erreicht: Da nicht der Bund, sondern die Kantone konkrete Regulationsmassnahmen ergreifen müssen, wird letztlich die Haltung der kantonalen Jagdverwaltungen bzw. der zuständigen Regierungsmitglieder ausschlaggebend sein. Ausserdem dürften bei der Umsetzung irgendwelcher Massnahmen Verzögerungen durch Einspracheverfahren entstehen: Der Vogelschutz wird sich mit allen ihm zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln gegen Regulationen wehren.

Bestandeszunahmen
Handeln täte jedoch Not: Laut den jüngsten Zahlen der Vogelwarte Sempach wurden heuer in der Schweiz insgesamt 426 Kormoran-Brutpaare festgestellt, 88 mehr als vor Jahresfrist. Sie waren auf folgende Brutstätten verteilt: Neuenburgersee Fanel 242 Paare (Vorjahr 232) und Champ-Pittet 50 (10), Bolle di Magadino 61 (62), Zugersee 23 (22), Greifensee 9 (4), Baldeggersee 18 (5), Stausee Niederried BE 2 (3), Alpnacherried OW 1 (-).

Nicht nur in der Schweiz, sondern auch im benachbarten Ausland sind die Kormorane eine Plage. Im Bild die Kolonie im Rheinspitz bei Gaissau an der schweizerisch-österreichischen Grenze.

Mit Genugtuung nahm die GL Kenntnis von den Bestrebungen des Fischereiausschusses des Europäischen Parlaments (EP) zu Gunsten eines gesamteuropäischen Kormoran-Managementplans. Der Entschliessungsentwurf fordert u.a. die EU-Kommission auf, «einen mehrstufigen, europäisch koordinierten Bestandesmanagementplan für Kormorane vorzulegen». Dieser soll die Ziele der Richtlinien für den Vogel-, Fischarten- und den Schutz von Gewässerökosystemen nicht gefährden. Die entsprechenden Debatten im EP-Plenum sollen noch in diesem Spätherbst stattfinden. Ihr Ausgang dürfte auch für die Haltung der Schweiz von Belang sein. Der Bericht des Fischereiausschusses ist auf der SFV-Homepage (www.sfv-fsp.ch) publiziert.

Angler-Grundausbildung
Der aus dem Vorstand des Fischereiverbands des Kantons Zürich (FKZ) abgewählte frühere Jungfischerobmann (und ZV-Mitglied) Rolf Schatz hat zusammen mit weiteren ehemaligen FKZ-Mitgliedern eine «Interessengemeinschaft für eine nachhaltige Fischerei» gegründet. Diese verfolgt eine auf die Spaltung des FKZ bzw. des SFV ausgerichtete Politik. Aus diesem Grund fordert die GL alle Kantonalverbände und deren Vereine auf, von jeglicher Zusammenarbeit mit dieser IG und ihren Vertretern abzusehen.

Gleichzeitig intensiviert der SFV seine Jugendarbeit. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von Geschäftsführer Philipp Sicher wird an den Präsidentenkonferenzen vom 22. bzw. 29. November das Grobkonzept einer dreisprachigen Ausbildungsgrundlage für angehende Anglerinnen und Angler vorstellen. Das neue Produkt ersetzt die bisherige Jungfischerbroschüre «Guide». Geplant ist ferner ein jährliches Treffen der Jungfischerausbilder der SFV-Vereine.


FDP-Initiative: Sagt Nein!

Am Abstimmungssonntag vom 30. November steht u.a. die FDP-Initiative zur Debatte, deren Annahme das Beschwerderecht der Umweltverbände - darunter der Schweizerische Fischerei-Verband - aushebeln würde.

Das vom Zürcher Freisinn, namentlich aber von dessen früheren Präsidentin und heutigen Nationalrätin Doris Fiala gegen erheblichen Widerstand in den eigenen Reihen durchgeboxte Volksbegehren hat nur eine Antwort verdient: Ein entschiedenes Nein! Die Gutheissung des Begehrens würde nämlich die Durchsetzung der Umwelt- und Gewässerschutzgesetzgebung insgesamt stark beeinträchtigen. Selbst die sonst stramm auf FDP-Kurs marschierende Neue Zürcher Zeitung sah sich genötigt, in einem redaktionellen Kommentar gegen die eigene Klientel Stellung zu beziehen. «Das Umweltrecht ist nur so gut wie sein Vollzug. Wo sich Nutzungs- und Schutzinteressen gegenüberstehen, drohen Letztere regelmässig unter die Räder zu kommen», stellte das Blatt fest und erinnerte an die vom Parlament im vergangenen Jahr beschlossenen Einschränkungen des Beschwerderechts. «Die Auswirkungen dieser Revision sind abzuwarten, bevor allfällige weitere Schritte geprüft werden müssen», lautete das Fazit der NZZ. 

Schlachtross im Gegenwind
Auch aus  FDP-Kreisen weht Fiala ein scharfer Gegenwind ins Gesicht. Einige Dutzend amtierende und ehemalige Regierungs-, National- und Ständerätinnen und -räte haben sich in Inseraten öffentlich gegen die Initiative ausgesprochen, so auch alt Nationalrat und Fischerkollege John Dupraz (GE) und eine ganze Heerschar weiterer prominenter Freisinniger, darunter die früheren Chefs des Schweizerischen Arbeitgeberverbands und der economiesuisse. Was Fiala prompt als «Profilierungsversuch» und als «undemokratisches Verhalten» anprangerte. Aus dem Mund dieser streitbaren Dame, die in der Arena-Sendung des Schweizer Fernsehens vom 31. Oktober einem durchgebrannten Schlachtross gleich nicht nur den Moderator, sondern auch ihre Gegner immer wieder in die Seile abdrängte und ihnen übers Maul fuhr, tönte dieser Vorwurf an die Adresse von Parteifreunden reichlich komisch.  

Umgekehrt bestätigte der Abstimmungskampf, dass Fialas alte Rechnungen mit dem Zürcher VCS in Sachen Stadionbau immer noch nicht beglichen sind. Auch in andern Landesteilen, so etwa im Unterwallis, findet die Initiative vor allem dort Unterstützung, wo Ähnliches im Spiel ist, so etwa der masslose Einsatz von Schneekanonen oder eine möglichst minimale Renaturierung der kanalisierten Rhone, für die möglichst keine Tomatenstaude, kein einziges Aprikosenbäumlein «geopfert» werden soll.  

Am 30. November haben wir nun Gelegenheit, diesem Volksbegehren ein Erstklassbegräbnis zu bereiten und so ein Exempel zu statuieren. Die Geschäftsleitung des SFV ruft alle Anglerinnen und Angler auf, ein Nein in die Urne zu legen: Es geht letztlich auch um unsere Gewässer und ihre Bewohner.


FIBER-Seminar 31. 01. 2009

FIBER-Seminar 31. 01. 2009
 

Klimawandel, PCB-Belastung, Wasserkraftnutzung & Co. sind aktuelle Herausforderungen für die beeinträchtigten Fischbestände unserer Fliessgewässer und für die Fischerei. Grossflächige Renaturierungen und der Einsatz von Organisationen setzen positive Signale. In diesem Seminar werden aktuelle Entwicklungen aufgezeigt, und verschiedene Akteure stellen ihre Fliessgewässerprogramme vor.
Das Seminar ist zweisprachig: Die Vorträge werden auf Deutsch und Französisch gehalten und wie die Diskussionen simultan übersetzt. Tagungsort: Olten, Kongresszentrum Arte, 09.15 - 16.30 h (Registrierung ab 08.45 h).

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ONLINE-DOSSIERS

Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

Das Argumentarium zur Pestizid- und Trinkwasserinitiative

Dossier Doubs

Online Dossier zur Rettung des Doubs

Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

Online-Dossier zum Fisch des Jahres 2017

FISCHER MACHEN SCHULE

Exkursionsprogramm des SFV für Schulen

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