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Verbreitung und Lebensraum

Europäische Aale haben im Lauf der Jahrmillionen ein riesiges Verbreitungsgebiet erobert. Es umfasst den Atlantik von Westafrika bis zum Nordkap inklusive Azoren, kanarische Inseln, Irland, Grossbritannien und Island sowie Ostsee, Mittelmeer und Schwarzes Meer.

Ein Teil der Population bleibt zeitlebens in den Küstengewässern, ein Teil dringt über Flüsse und Bäche tief ins Landesinnere vor – teilweise über tausend Kilometer weit. Zu diesen Langdistanzwanderern gehörten auch die Schweizer Aale.

Vor der Industrialisierung gehörten Aale zu den häufigsten Fischen der Schweiz. Mit der massiven Verbauung des Rheins zur Nutzung seiner Wasserkraft versiegte der Aufstieg rasch. Dasselbe geschah in der Rhône und im Ticino. Nur noch wenige Exemplare schaffen den Aufstieg vorbei an so vielen Hürden. Wo heute noch Aale bei uns vorkommen, stammen sie vor allem aus Besatzmassnahmen. In Deutschland, wo der Aal als begehrter Speisefisch gilt, besetzt man beispielsweise den Rhein und seine Zuflüsse als Kompensation für die blockierten Wanderwege.

Der Lebensraum des Aals in der Schweiz umfasste ursprünglich alle Gewässer, die mit unseren drei Lebensadern Rhein, Rhône und Ticino in Verbindung standen. Die Ausnahme sind die allzu kalten und schnell strömenden Forellenbäche der Alpen.

Der Aal ist enorm anpassungsfähig. Man findet ihn vom schmalen Wiesenbächlein bis zum grossen See – und dort vom verkrauteten Flachwasser bis hinunter in lichtlose Tiefen, wo er gemeinsam mit der Trüsche die Laichplätze von Felchen und Seesaiblingen heimsucht.

 

Der Aal ist ein Feinschmecker!

Auf seinen Jagdzügen, die er vorzugsweise im Schutz der Dunkelheit unternimmt, also nachts, in trübem Wasser oder in grosser Tiefe, erbeutet er Würmer, Schnecken, Insektenlarven, Krebse und Fische sowie bei Gelegenheit auch Frösche. Für sein Wohlbefinden braucht der Aal Versteckmöglichkeiten wie Felsspalten, Steine, Höhlen, Totholz, Wasserpflanzen und unterspülte Ufer. Gerne gräbt er sich auch in weichen Gewässerboden ein.

Via den Rhein erreichen die Aale die Schweiz in der Regel nach sieben bis neun Jahren Wanderung mit einer Grösse von 35 bis 45 Zentimetern. Hier frisst und wächst er, bis er fit genug ist für die rund 6000 Kilometer weite Wanderung zu den Laichplätzen im Westatlantik. Je nach Futterangebot und klimatischen Bedingungen kann das bis zu zwanzig Jahre dauern. In der Regel beobachtet oder fängt man in unseren Gewässern Aale in Längen von 40 bis 100 Zentimetern. Die grössten Schweizer Aale erreichen 120 Zentimeter und Gewichte von über fünf Kilogramm. Mehr über ihre abenteuerlichen Wanderungen, erfahren Sie hier.

LINK zu Lebenszyklus

 

Vorkommen des Aals in der Schweiz

https://lepus.unine.ch/carto/index.php?nuesp=70003&rivieres=on&lacs=on&hillsh=on&data=on&year=2000&lang=de

 

Verbreitung der verschiedenen Anguilla-Arten weltweit

https://image.slidesharecdn.com/seminarilmiah070115-dr-151229075921/95/eel-aquaculture-and-marketing-by-dr-yusan-han-4-638.jpg?cb=1451376060

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Der Aal

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Pestizide

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Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

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