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Bekannt aber bedroht:

Seeforelle Fisch des Jahres 2011

Die Seeforelle ist Fisch des Jahres 2011! Der Schweizerische Fischerei-Verband rückt damit eine Art in den Fokus, die fischereilich von grosser Bedeutung ist, aber erstaunlicherweise im Fortbestand bedroht ist. Die Seeforelle steht auf der roten Liste - weil ihr buchstäblich Wasserkraftwerke im Weg stehen.

Nur noch selten kommt es vor, dass Fischer eine Seeforelle an der Angel haben. Der Grund dafür liegt nicht etwa bei den Sport- oder Berufsfischern, welche die Seeforelle aufgrund ihres vorzüglichen Fleisches übermässig befischt hätten. Nein, komplexere Zusammenhänge haben zum drastischen Rückgang dieses stolzen Fisches geführt.

Viele Bedrohungen
Ähnlich wie der Lachs wandert die Seeforelle zum Laichen in die Flüsse und Bäche. Wanderhindernisse verhindern immer wieder, dass Elterntiere den Weg zu ihren Laichplätzen erreichen können. Umgekehrt sind Turbinen von Wasserkraftwerken eine Todesfalle für die zurückwandernden Elterntiere und Jungfische. Besondere Gefahr geht auch vom Schwall-Sunk-Betrieb der Wasserkraftwerke aus. Dadurch können Laichgruben trockengelegt werden. Zudem schmälert eine unzureichende Wasserqualität den Fortpflanzungserfolg.

Der Schweizerische Fischereiverband SFV fordert deshalb:

  • Keine neuen Wasserkraftwerke, die den Auf- und Abstieg der Seeforellen behindern
  • Fischgängigkeit (Auf- und Abstieg) bei Wasserkraftanlagen verbessern
  • Revitalisierung der Aufstiegsgewässer und Ausgleichsbecken gegen die negativen Auswirkungen von Schwall und Sunk
  • Regulationsmassnahmen bei überdurchschnittlich hoher Zahl fischfressender Vögel

Fischer sind gefragt
Auch die Fischer selber können ihren Beitrag dazu leisten, dass die Seeforelle in unseren Gewässern eine Überlebenschance hat. Mindestmasse verhindern, dass noch nicht fortpflanzungsfähige Tiere gefangen werden. Das reicht jedoch nicht aus. Im Spätsommer, wenn die Seeforellen zu ihren Laichplätzen aufsteigen, sollen grosse Fische über 45 Zentimetern wieder ausgesetzt werden, um den Bestand nicht zu gefährden. Deshalb appelliert der Schweizerische Fischerei-Verband auch an die Selbstverantwortung der Fischerinnen und Fischer: Hier zeigt sich, wer nur an den kurzfristigen Fang denkt, oder sich nachhaltig für den Erhalt der Seeforelle einsetzt. 

Der Bodensee als Vorbild
Die Förderung der Seeforelle braucht eine ganzheitliche Betrachtungsweise.  Wasserqualität, abwechslungsreiche Lebensräume und eine angepasste fischereiliche Bewirtschaftung müssen Hand in Hand gehen. Am Bodensee wurde eindrücklich bewiesen, dass dieses Vorgehen Erfolg hat. Hier hat man während 25 Jahren Schon- und Förderungsmassnahmen konsequent umgesetzt. Dies führte zu gesteigerten Fangerträgen und bedeutend mehr laichbereiten Elterntieren, welche zu den Zuflüssen aufstiegen
.

(Kurt Bischof)

Das Wichtigste über die Seeforelle

Die Seeforelle (Salmo trutta forma lacustris) hat je nach Region andere Namen: Lachsforelle, Grundforelle, Schwebeforelle, Förndli, Seeföndu, Rheinlanke, Rheinanke, Seelachs, Seeferche, Silberlachs usw. Sie hat eine Mittellänge von 40 bis 80 Zentimeter, maximal 130 Zentimeter. Gewicht 10 bis 15 Kilogramm, maximal 35 Kilogramm. Alter bis 15 Jahre. Die Seeforelle lebt in Seen und grösseren Zu- und Abflüssen - die älteren Fische (Grundforellen) in Tiefen bis zu 70 Metern, die jüngeren (Schwebeforellen) in den oberen Wasserschichten. Jungtiere ernähren sich mehrheitlich von Kleintieren, Erwachsene von Fischen.
In der Schweiz besiedelt die Seeforelle alle grösseren Seen des Mittellandes und der Voralpen, des Jurasüdfusses und des Tessins. Die Seeforelle unterscheidet sich von der Bachforelle nicht als Art (gleicher Genotyp). Es handelt sich dabei nur um eine unterschiedliche Standortform. Äusserlich unterscheidet sie sich von der Bachforelle, dass keine roten Tupfen hat.

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