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Der Fisch des Jahres 2014 hat Migrationsprobleme

Auch im Wasser gibt es Migrationsprobleme: Die Groppe, Fisch des Jahres 2014, ist bedroht, weil sie wegen vieler Hindernissen nicht frei wandern kann. Am «Internationalen Tag der Fisch-Migration» am 24. Mai 2014  forderte der Schweizerische Fischerei-Verband in Luzern Tempo bei Renaturierungen.

Die Groppe ist ein kleiner, unspektakulärer Fisch. Dank guter Tarnung ist der kleine, wendige Fisch ein Meister des Versteckens.

Ein schlechter Schwimmer
Groppen sind schlechte Schwimmer, weil  ihre Schwimmblasen degeneriert sind. Sie kommen nur mit einer Art «Hüpfen» vorwärts. Bereits Schwellen von zehn Zentimetern sind für den Kleinfisch unüberwindbar und ohne Struktur im Gewässer fehlen die Verstecke und der Schutz vor starker Strömung. Leider gibt es in Schweizer Bächen und Flüssen über 100‘000 künstliche Barrieren (höher als 50 Zentimeter), 156 Staudämme und 1600 Kraftwerke. 1000 Kilometer Fliessstrecke sind einem Schwall-Sunk-Regime ausgesetzt. Ein Fisch kann sich durchschnittlich nur noch 650 Meter weit nach oben ausbreiten. Kein Land in Europa hat seine Gewässer so verbaut wie die Schweiz.

Stirbt der Fisch des Jahres 2014 aus?
Die extreme Verbauung verhindert die Fischwanderung mit freiem Auf- und Abstieg (Migration), die für alle Arten überlebenswichtig ist. Von 55 Fischarten in der Schweiz sind 60 Prozent auf der roten Liste bedrohter Tierarten. Der Schweizerische Fischerei-Verband SFV hat deshalb die Groppe zum Fisch des Jahres 2014 bestimmt. «Sie ist ein Spiegelbild für den Zustand der Bäche und Flüsse», sagt Samuel Gründler, Biologe beim SFV.

Mehr Druck auf Renaturierungen
Der Schweizerische Fischerei-Verband verlangt, dass es mit Renaturierungen in der Schweiz vorwärts geht. Dafür gilt es endlich das Gewässerschutzgesetz konsequent umzusetzen, was von den Bauern ständig torpediert wird. Nur wenn Gewässer genügend Platz haben und ökologisch in einem guten Zustand sind, können sie Lebensraum, Vernetzungskorridor und Puffer bei Extremhochwasserereignissen sein – im Interesse von Mensch und Natur!
  

                                                                                                                 Kurt Bischof

 

Der Schweizerische Fischerei-Verband forderte am «Internationalen Tag der Fisch-Migration» am 24. Mai 2014 in Luzern ein höheres Tempo bei Renaturierungen. (Foto: Samuel Gründler)

ONLINE-DOSSIERS

Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

Das Argumentarium zur Pestizid- und Trinkwasserinitiative

Dossier Doubs

Online Dossier zur Rettung des Doubs

Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

Online-Dossier zum Fisch des Jahres 2017

FISCHER MACHEN SCHULE

Exkursionsprogramm des SFV für Schulen

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