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Arroganz und Ignoranz gegenüber der Natur

Der Schweizerische Fischerei-Verband SFV kritisierte an der Delegiertenversammlung in Zuchwil SO die Kantone, die es nicht schaffen, bei 400 Wasserkraftwerken die Restwassersanierung durchzusetzen. Der SFV stellt generell eine zunehmende Arroganz und Ignoranz gegenüber der Natur fest - auch seitens der Landwirtschaft.

"Kleine hängt man, Grosse lässt man laufen": Roland Seiler, Zentralpräsident des Schweizerischen Fischerei-Verbandes, sprach Klartext: "Die Studentin büsst man mit 50 Franken für die zu spät eingereichte Steuererklärung. Kantone und Wasserwerke, die Restwassersanierungen nicht vornehmen, werden geschont."

Kantone haben kein Rückgrat
Vor 22 Jahren haben die Kantone vom Volk (!) den Auftrag gefasst, Restwasserstellen zu sanieren. Das heisst: Unterhalb von Kraftwerken muss es jederzeit genug Wasser geben, sonst sterben die Fische. Doch nach 22 Jahren sind immer noch 400 Restwasserstellen nicht saniert, das sind 44 Prozent.
"Fehlt es den Kantonen an Rückgrat?", rief Roland Seiler an der DV in den Saal. "Rückgrat, um sich gegenüber den Wasserkraftwerken durchzusetzen." Denn: Ohne Restwassersanierungen können die Wasserkraftwerke ungestraft ihre Stromproduktion auf Kosten der Natur maximieren. So kämen die Kraftwerke illegal zu Gewinnen. "Bei Drogendealern werden illegale Gewinnen eingezogen. Warum nicht auch bei den Stromdealern?"

Bauern gefährden Gewässerschutzkompromiss
Arroganz und Ignoranz gegenüber der Natur auch beim Gewässerschutz. Der Fischereiverband hat seine Volksinitiative "Lebendiges Wasser" zurückgezogen, weil das Parlament in Bern einen akzeptablen Gegenvorschlag beschlossen hat. Unverständlich sind die nachträglichen Versuche der Bauernlobby zur Aufweichung der Gesetzgebung.
Der Schweizerische Fischerei-Verband signalisierte an der DV in Zuchwil, dass er mit den inzwischen erarbeiteten Umsetzungsrichtlinien "extrem knapp" leben kann. Aber: "Die gesetzlich vorgeschriebenen Gewässerräume sind das absolute Minimum." Für die Entschädigung der Verluste der Bauern habe das Parlament weitere 20 Millionen Franken gesprochen. Wenn die Bauernlobby nun versucht, an diesem nationalen Gewässerschutzkompromiss zu rütteln, gibt es nur eine Erklärung: "Die Bauern wollen den Fünfer und das Weggli haben!" 

                                                                                        Kurt Bischof

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