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Fischtragödie muss in den Kantonen Alarm auslösen

Die Fischtragödie im Nationalpark bestätigt leider die schlimmsten Befürchtungen des Schweizerischen Fischerei-Verbandes SFV: Die Schlamperei im Umgang mit der Sicherung der lebensnotwendigen Restwassermengen. „Diese Fischtragödie muss in den Kantonen Alarm auslösen, damit es mit der Sanierung der Restwassermgen vorwärts geht“, schreibt der SFV und stellt weitere Forderungen.

Über Ostern hat sich in der Spöl ein schreckliches Doppelunglück ereignet bei dem 11‘000 Fische getötet wurden. Am Karfreitag wurden rund 4000 Seesaiblinge bei Punt dal Gall von den Turbienen des Triebwassersystems brutal zerhackt und durch den Nationalpark bis Ova Spin gespült. Am Karsamstag führte das fehlende Restwasser mit dem Schlammabfluss zum Tod von 7000 Bachforellen. Dieser Doppelunfall zielt auf zwei Gefahren, die der Fischerei-Verband seit Jahren thematisiert: Die Gefahr der Turbinen bei Wasserkraftwerken und das fehlende Restwasser.

Kantone hatten 20 Jahre (!) Zeit
Für den Schweizerischen Fischerei-Verband ist die Schlamperei mit der Sanierung der Restwasserstellen in den meisten Kantonen unhaltbar. Um was geht es? 1975 hat die Schweizer Bevölkerung einem entsprechenden Verfassungsartikel klar zugestimmt. 1992 bestätigte das Volk diese Haltung mit einem Ja zu einer Vorlage mit genauen Restwasser-Vorschriften. Den Kantonen wurde 15 Jahre Zeit für die Sanierungen zugestanden. 2003 hat das Parlament die Frist fünf Jahre verlängert. Doch auch diese Fristerstreckung habe nicht viel genützt. 37 Jahre nachdem das Volk den entsprechenden Auftrag erteilt hat, lag Ende 2011 der Anteil sanierten Wasserentnahmen bei lächerlichen 37 Prozent. „Diese Bilanz ist haarsträubend, das können wir nicht akzeptieren“, sagte Roland Seiler, Zentralpräsident des Schweizerischen Fischerei-Verbandes. Leider bestätige das tragische Unglück im Nationalpark die Dringlichkeit der Forderungen des Fischerei-Verbandes.

Sechs Forderungen
Der Schweizerische Fischerei-Verband formuliert aufgrund der Ereignisse folgende Erwartungen:

  • Die Kantone müssen unverzüglich dafür sorgen, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Restwassersanierungen erfolgen.
  • Der Bund muss seine Aufsichtspflicht wahrnehmen und die Kantone mit einem verbindlichen Zeitplan zur Sanierung zwingen und die Erfüllung kontrollieren.
  •  Bund und Kantone haben sicher zu stellen, dass die Kraftwerke mit geeigneten Kontrollsystemen und –Einrichtungen die dauernde Einhaltung der minimalen Restwassermengen überwachen und Notfallpläne für ausserordentliche Situationen ausarbeiten.
  • Die Kraftwerke sind anzuhalten, die nötigen Massnahmen zu treffen, damit Fische absteigen können ohne in die Turbinen zu gelangen.
  • Im Rahmen der Energiewendemüssen die Grenzen der Wasserkraftnutzung respektiert werden. Die Wasserkraft wird schon heute stark genutzt, das zusätzliche Potenzial ist sehr beschränkt. Es darf nicht sein, dass die zusätzliche Nutzung der Wasserkraft auf Kosten der Natur geht.
  • Bei Unfällen wie im Nationalpark haben die Kraftwerkbetreiber beziehungsweise die Verursacher sämtliche direkten und indirekten Schäden zu bezahlen. Es kann nicht sein, dass der Steuerzahler für Verbrechen an der Natur, verursacht durch gewinnorientierte Unternehmen, aufkommen muss.

Kurt Bischof

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