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Richtlinien des Schweiz. Fischerei-Verbandes zur fischereilichen Bewirtschaftung der Fliessgewässer

Merkblatt Aufzucht von Besatzfischen für die Fliessgewässer


In Zuchtanlagen

Die Zucht von Besatzfischen ist ein Beruf, der das nötige Fachwissen und viel praktische Erfahrung erfordert. Darauf kann dieses Merkblatt nicht eintreten, sondern muss dazu auf die Fachliteratur und auf die Kontakte mit den Fachstellen verweisen.
Als Kunde hat der Fischer das Recht und die Pflicht, die Fische, die mit seinem Geld gekauft oder gezüchtet werden, zu kontrollieren und zu begutachten. Wir empfehlen folgende Abklärungen:

Anlagen:

  • Art und Intensität der Zucht (möglichst natürlich und extensiv)
  • Sauberkeit und Wasserqualität (dem Besatzgewässer möglichst gut angepasst)
  • andere in der gleichen Anlage gezüchtete Fischarten (Durchmischung ausschliessen)

Elterntiere

  • Herkunft aus dem gleichen Einzugsgebiet oder sogar aus dem Besatzgewässer
  • Regelmässige Erneuerung durch Wildfische (keine Domestizierung, sondern natürliche Selektion)
  • Ausgeglichenes Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Laichtieren (genetische Vielfalt)

Zustand der Fische

  • Flossenschädigungen, Verpilzungen, unnatürliches Verhalten usw. (Verminderung des Besatzwertes)
  • Art der Gesundheitskontrolle und der Krankheitsbekämpfung (Hygiene statt Chemie)
  • Möglichkeit eines Gesundheitszertifikates kurz vor der Lieferung (Diagnose durch Fachleute)

Diverses:

  • Transportmöglichkeiten ans Besatzgewässer und korrektes Handling
  • Ausbildung und Erfahrung des Züchters (Verständnis für die Besatzfischaufzucht)

Eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Fischer und dem Züchter ist wichtig und trägt zum Erfolg der Besatzmassnahmen bei.

In Aufzuchtbächen
Die besten Besatzfische erhält man mit der Bewirtschaftung von natürlich erhaltenen Zuchtbächen, einer personalintensiven Arbeit, die sich speziell gut durch Fischereiorganisationen ausführen lässt. Dabei erfolgt ab dem Brütlingsalter die gleiche Selektion wie bei der Naturverlaichung. Wir empfehlen folgendes Vorgehen:

  • Auswahl der Zuchtbäche: kleinere Seitenbäche, zugänglich zum Abfischen (möglichst im Gebiet des Besatzgewässers)
  • ausreichende Anzahl von Habitaten für Jungfische (Bestockung und Kiessohle)
  • Bäche mit Aufstiegshindernissen bevorzugen (Abwanderung möglich aber keine Zuwanderung)
  • Abstimmung mit Bächen für die Naturverlaichung (Naturverlaichung ist die beste "Nachzucht")

Besatz:

  • geäugte Eier in Boxen oder unangefütterte oder kurz angefütterte Brut (beste Überlebenschance)
  • gute Verteilung auf das ganze Gewässer (mit Teesieb oder Suppenschöpfer)
  • mit tiefen Besatzmengen beginnen (mit nur ca. 2 Brütlingen pro m2)
  • langsam von unten an die optimale Menge herantasten (Änderung gem. Resultat frühestens alle 3 Jahre)

Überwachung:

  • regelmässige Kontrollen und Beobachtungen (Verschmutzungen, Eingriffe etc.)Prädation durch fischfressende Vögel (Bestockung fördern)
  • Wasserstand, insbesondere bei Trockenheit (Zeitpunkt für Notabfischung erfassen)
  • Anwohner zur Überwachung anhalten (Aufklärung und Information)

Abfischung:

  • ab September bis spätestens April (abhängig vom Besatzgewässer, jedoch vor dem Neubesatz)
  • bei Trockenheit, um grössere Verluste zu vermeiden (hohe Temperaturen, kleinerer Lebensraum)
  • schonendes Abfischen mit dem Elektrofanggerät (am besten in zwei Durchgängen)
  • Besatz in die Gewässer des Einzugsgebietes (auf sorgfältige Verteilung achten)

Das richtige Vorgehen beim Aussetzen der gezüchteten Fische, ein wichtiger Teil zum Erfolg des Besatzes, ist im Merkblatt "Fischhandling" beschrieben.

ONLINE-DOSSIERS

Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

Das Argumentarium zur Pestizid- und Trinkwasserinitiative

Dossier Doubs

Online Dossier zur Rettung des Doubs

Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

Online-Dossier zum Fisch des Jahres 2017

FISCHER MACHEN SCHULE

Exkursionsprogramm des SFV für Schulen

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