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Dicke Luft bei den Schweizer Fischern


Bei den Sport- und Berufsfischern herrscht wegen der als Bedrohung von Fischbeständen qualifizierten Kormoran-Brutkolonien dicke Luft. Die kompromisslose Haltung der Vogelschützer und die Passivität der Kantone in dieser Angelegenheit stiess an der Delegiertenversammlung des Schweizerischen Fischerei-Verbands (SFV) auf harsche Kritik.

Im Vogelschutzgebiet Fanel am unteren Ende des Neuenburgersees brüten dieses Frühjahr laut Angaben der Vogelwarte Sempach mehr als 160 Kormoranpaare. Gemäss dem 2005 zwischen dem SFV und den Schweizer Vogelschutz / Birdlife Schweiz (SVS) unter der Aegide des Bundesamts für Umwelt (BAFU) vereinbarten sog. Kormoran-Sommermassnahmenplan sind Massnahmen zur Lösung des Konflikts zwischen den Anliegen des Vogelschutzes und des Arten- bzw. Bestandesschutzes bestimmter Fischarten zu ergreifen, sobald in einer der fünf in der Schweiz tolerierten Brutkolonien 100 oder mehr Brutpaare gezählt werden. Für den SFV stehen im Fanel Massnahmen zur Minimierung des Brutpaarbestands gemäss geltendem Recht im Vordergrund. In Frage käme eine Verlängerung der Jagd auf den Kormoran. Dazu bedarf es eines entsprechenden Gesuchs der Kantone Bern und Neuenburg, auf deren Hoheitsgebiet sich das Schutzgebiet befindet, an das BAFU. Ferner können die Kantone auch in Vogelreservaten weitere Massnahmen zum Schutz der Fischbestände bewilligen.

Die SFV-Delegierten zeigten sich von der weitgehenden Inaktivität der beiden Kantone in dieser Sache enttäuscht. Sie erwarten zudem sowohl vom BAFU als auch vom SVS eine gegenüber den Anliegen des fischereilichen Arten- und Bestandesschutzes aufgeschlossenere Haltung. Sollten die Postulate des SFV und des ihm angeschlossenen Schweizerischen Berufsfischer-Verbands (SBFV) weiterhin nicht gebührend berücksichtigt werden, behält sich der SFV die einseitige Aufkündigung der Kormoran-Vereinbarungen von 1995 (Wintermassnahmen) und 2005 (Sommer) vor. Die Jagd auf diesen nicht geschützten Vogel wäre dadurch erneut auch in den heutigen sog. Nichteingriffsgebieten an Seen und Stauhaltungen möglich. Das wäre nach Auffassung des SFV kaum im Interesse des SVS.

Der SFV fordert die Kantone ausserdem auf, beim Bund eine Überprüfung der Anhänge zur Verordnung über die Wasser- und Zugvogelreservate von internationaler und nationaler Bedeutung (WZVV) zu beantragen. Als gerechtfertigt erachtet er schliesslich die Forderung der Berufsfischer auf Schaffung einer Rechtsgrundlage für die Abgeltung der durch Kormorane verursachten Netzschäden, ähnlich der für Wolf und Luchs geltenden Regelung.

Bern/Schaffhausen, 6. Mai 2007/HUB

Für weitere Auskünfte:
- Werner Widmer, Präsident SFV, Tel. 079 639 16 14
- Martin Peter, Ressortchef Artenschutz, Tel. 044 438 13 00

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