DeutschFrançaisItaliano
HomeKontaktDownloadsNewsletterAgendaLinks  RSS Suche:
STARTSEITEÜBER UNSHERAUSFORDERUNGENAUSBILDUNGFISCH DES JAHRESTAG DER FISCHEREIARCHIVSFV-Shop

Jahresbericht 2004 des Zentralpräsidenten

Das war ein Jahr! Angesichts der Bedrohungslage für unsere Fische und die Fischerei war Aufrüsten, Aufmunitionieren, Kampfbereitschaft erstellen angesagt. Der SFV steht vor einer der grössten Herausforderungen der letzten Jahrzehnte. Jagd und Fischerei sollen mittels Volksinitiative landesweit verboten werden. Gleichzeitig startet der SFV mit einer eigenen Initiative zum Gegenangriff, um den Lebensraum für unsere Fische endlich und signifikant zu verbessern und eine nachhaltige fischereiliche Nutzung unserer Gewässer zu sichern.Dieser Kampf an zwei Fronten im gleichen Zeitraum birgt zwar Gefahren, aber er bringt uns auch grosse Chancen zuhauf, um unsere Ziele zu kommunizieren und zu erreichen. Die Öffentlichkeit erkennt mit Respekt und Anerkennung, dass die Fischer kein lahmes Völklein sind, die bei ersten Anzeichen von Windböen sich hinter dem warmen Öfeli zurückziehen. Der SFV hat bewiesen, dass er sich nicht nur im und am Wasser, sondern auch auf dem politischen Parkett und in der Öffentlichkeit geschickt, professionell und erfolgreich zu bewegen versteht. Jedenfalls war die Resonanz anlässlich der Lancierung unserer Renaturierungsinitiative überwältigend. Die 35 grössten Zeitungen unseres Landes haben mehrspaltig darüber berichtet, Radio- und Fernsehstationen aus allen Landesteilen haben zur besten Sendezeit unsere Anliegen verbreitet. Ein wahrhaft fulminanter Start!Ich weiss aus allen Landesteilen, mit welch' grossem Engagement nun die einzelnen Fischereiverbände und -vereine die Aufgabe angepackt haben, die notwendigen Unterschriften zusammenzubringen. Auch die freiwillige Beibringung eines Zehnernötlis scheint problemlos angelaufen zu sein. Spenden fliessen, befreundete Organisationen klopfen an. Kurz: Der SFV hat einen mutigen Schritt getan, der sich auszahlen wird. Er hat seinen Mitgliedern gezeigt, dass sie auch in politisch schwierigen Zeiten auf ihn zählen können. Das stärkt natürlich unseren Verband und damit dessen Verhandlungsposition im nationalen Raum. Ich danke in erster Linie unserem Geschäftsführer Tobias Winzeler für seine herausragenden Dienste in dieser Sache, den bewährten Kollegen aus der Geschäftsleitung, aber auch dem Zentralvorstand, der in der Novembersitzung 2004 nach dreistündiger, gehaltvoller und fair geführter Diskussion der Initiative zum Durchbruch verholfen hat.Es gab natürlich auch weitere Geschäfte, die das Jahr 2004 prägten. Details sind in den nachstehenden Berichten der Ressortchefs nachzulesen. Weitere Stichwörter findet man in der aktualisierten Liste der Arbeiten des SFV im Interesse der Kantonalverbände und Vereine in der Beilage. Der Leistungsausweis ist beachtlich, ich danke allen Beteiligten für die grosse Arbeit.Nach dem Abschluss des Projekts "Fischrückgang in der Schweiz" hat sich das Anschlussprojekt "Fischnetz+" positioniert. Eine kompetente Projektbegleiterin, Frau Dr. Marion Merz, arbeitet an der Uni Basel daran, im Hintergrund unterstützt durch unsere Patricia Holm. Die Arbeit ist streng koordiniert mit der FIBER, der Fischereiberatungsstelle in Kastanienbaum LU. Susanne Haertel und Guy Périat haben im zweiten Halbjahr 2004 ihre Arbeit aufgenommen und sehr gut angepackt. Ich habe mich persönlich sowohl in Basel wie in Kastanienbaum umgeschaut und dabei festgestellt: Die Sache funktioniert, die Interessen des SFV sind eingebunden und werden umgesetzt. Weiter so.Der 111er-Club hat uns auch im Berichtsjahr ideell und materiell unterstützt. Herzlichen Dank an René Keller und seine 82 Mitkämpfer. Schwerpunkt war die Erstellung einer Gänsesägerstudie unseres Matthias Escher. Die Veröffentlichung dieser Studie wird mehr zu reden geben, als uns lieb ist. Als ob wir nicht schon genügend Probleme hätten!Zum Beispiel die Kormorane. Dieses Langzeitkapitel ist mit einem ungebührlichen Abschnitt angereichert worden. Das BUWAL als federführende Institution in der Sache "Synthesebericht Kormoran + Fische" hat die heikle Angelegenheit während Monaten auf die Schlafbank gelegt. Mehrfache Weckversuche mit schrillen Tönen waren notwendig, um die Geschichte wieder aufzugleisen. Es scheint genützt zu haben. Noch vor der DV in Genf soll die Sache abgeschlossen sein. Wir bleiben dran!Personell musste die Geschäftsleitung den Rücktritt von Marco Zimmermann zur Kenntnis nehmen. Ich danke Marco, der berufliche und gesundheitliche Gründe für seinen Entscheid geltend macht, für seine Arbeit und verbleibe ihm weiterhin freundschaftlich verbunden. Wir werden über seine Nachfolge in der GL demnächst diskutieren. Das soll eingebettet sein in eine mittel- und langfristige Personalplanung unseres Geschäftsführungsorgans. Fünf Achtel dieses wichtigen Gremiums haben die 60er-Linie bereits überschritten. Das ist zwar nicht dramatisch, muss aber im Auge behalten werden.Apropos Dranbleiben: An der GV in Genf geht meine vierjährige präsidiale Amtszeit nach der Wahl in Weggis 2001 zu Ende. Ich stelle mich für eine weitere Amtsperiode zur Verfügung. Und zwar mit Freude. Ich spüre Unterstützung und Anerkennung in allen Landesteilen. Das tut gut und motiviert mich, die Arbeit mit euch zusammen in den Kantonalverbänden und Vereinen fortzusetzen. Ich danke euch allen für das Vertrauen und wünsche uns allen trotz anstehender Probleme ein gutes Jahr 2005 in Familie, Beruf und am Wasser!

Werner Widmer
Zentralpräsident

Jahresbericht aus der Westschweiz

1 Aufnahme des Vereins "Petits pêcheurs de Rolle" in den SFV
Mit der Aufnahme des Vereins "Petits pêcheurs de Rolle" sind die Reihen des SFV zusätzlich verstärkt worden. Der Verein ist Mitglied der Fédération internationale des pêcheurs amateurs du Léman (FIPAL). Wir freuen uns auf die künftige Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Rolle. Wir danken den Herren R. und D. Michon, die das Amt des Präsidenten bzw. des Sekretärs ausüben, sowie Herrn C. Collomb, der im Zentralvorstand mitarbeiten wird, für ihr Engagement. Wir hoffen, mit diesem ersten Schritt auch die Kontakte zur FIPAL verbessern können.

2 Kontaktaufnahmen zu aussen stehenden Verbänden

  • Im Oktober hat eine Zusammenkunft mit Vertretern der Fédération cantonale des pêcheurs jurassiens (FCPJ) stattgefunden, um Kontakte für die Lancierung der Initiative "Lebendiges Wasser" zu knüpfen. Dieser Verband, der unter der Leitung von Herrn Vermot steht, ist an diesem Projekt zwar interessiert. Ein Beitritt zum SFV erscheint zurzeit jedoch wenig wahrscheinlich. Immerhin wird Herr J. Koegler, Präsident der Société de pêche de l' Allaine, an seiner nächsten Versammlung diese Frage zur Diskussion stellen. Ich möchte an dieser Stelle Laurent Giroud, Präsident des Neuenburger Verbandes, und Guy Périat für ihre Teilnahme an diesem Gespräch danken.
  • Im November hat eine Treffen mit Vertretern der Société des pêcheurs des lacs de la Vallée de Joux (VD) stattgefunden, um deren Unterstützung für unsere Initiative zu gewinnen. Dieser unabhängige Verein vereinigt die Angler der drei Seen Joux, Brenet und Ter. Dessen Delegation, die alle erforderlichen Unterlagen erhalten hat, steht dem Projekt sehr positiv gegenüber. Der Präsident, Herr Berney, hat zudem eine Liste erhalten, in der die Arbeiten des SFV im Interesse der Kantonalverbände und Vereine aufgeführt sind. Wir werden die Möglichkeiten eines Beitritts zum SFV an einer der nächsten Sitzungen diskutieren.
  • Im Zusammenhang mit der Lancierung unserer Initiative fand im Dezember in Buochs (NW) eine Sitzung mit Vertretern der Federazione ticinese di acquicoltura e la pesca statt. Von Seiten der FTAP waren die Herren U. Luechinger und G. Gnesa, von Seiten des SFV Werner Widmer, Ruedi Hauser und der Unterzeichnende anwesend. Die FTAP wird unsere Initiative aktiv unterstützen. Ein Beitritt zum SFV kommt aus finanziellen Gründen zurzeit nicht in Frage. Hoffen wir, dass die Zusammenarbeit am gemeinsamen Projekt und die Arbeit des SFV im gemeinsamen Interesse von Fischerei und Gewässerschutz die FTAP gelegentlich dazu bewegen wird, ihren Standpunkt zu überdenken.


3 Weitere Aktivitäten als Geschäftsleitungsmitglied

Der Kanton Waadt lädt den SFV jeweils ein, an Vernehmlassungsverfahren zu Änderungen des kantonalen Richtplanes teilzunehmen. Der SFV leitet das Dossier an den Präsidenten des waadtländischen Verbandes, Herrn Ernest Regard, weiter, der seinerseits die direkt betroffenen Sektionen beizieht. Auch in diesem Jahr hat ein Vernehmlassungsverfahren stattgefunden, das die Sektion von Herrn G. Zimmermann berührt hat. Im Zusammenhang mit der Lancierung der Initiative sind die Kontakte zwischen dem SFV und den Medien (vor allem mit Presse und Radio) in der welschen Schweiz intensiviert worden. Bei der Organisation dieses Projektes in der Westschweiz habe ich eng mit W. Reiter und T. Winzeler zusammengearbeitet. Ich möchte an dieser Stelle allen Repräsentanten von Verbänden und Vereinen danken, die mich zu ihren Versammlungen eingeladen und die Aktivitäten unseres Verbandes unterstützt haben.

Thierry Potterat

Ressort Gewässer und Umwelt

Die wichtigsten Projekte von nationaler Bedeutung betreffen folgende Themen:

"Netzwerk Fischrückgang Schweiz" (Fischnetz)
Im Januar 2004 wurde der Schlussbericht dieses Projekts veröffentlicht. Der Titel dazu: "Dem Fischrückgang auf der Spur" ist treffend. In den nächsten Jahren können wir keine markanten Verbesserungen der Forellenbestände in unseren Mittelland-Gewässern erwarten, da die Probleme sehr komplex sind und immer noch viele Fragen ungeklärt bleiben. Behörden, Wissenschaft und Praxis sind zusammen weiterhin gefragt, im Folgeprojekt "Fischnetz+" mehr Klarheit zu diesen noch offenen Fragen zu schaffen. Dagegen sind wir FischerInnen gefragt, dass an der Umsetzung für vernetzte und lebendigere Gewässer mehr geleistet wird. Es braucht grössere Revitalisierungsprojekte, damit sich Erfolge im Gewässerhaushalt abzeichnen können. Da kommt unsere Initiative für lebendige und naturnahe Gewässer zum richtigen Zeitpunkt…

Wasserkraftwerkprojekte
Eine Daueraufgabe bleiben diverse Wasserkraftwerkprojekte am Rhein wie Birsfelden, Augst, Rheinfelden, Albbruck-Dogern und Eglisau, u. a. mit dem Ziel, den Geschiebehaushalt dieses grossen Flusses wiederherzustellen und eine optimale Überwindbarkeit für wandernde Fische. Auch die Vernetzung mit den Seitengewässern muss optimiert werden, da diese vielerorts nur ungenügend oder gar nicht umgesetzt ist.

AG Renaturierung des Hochrheins/Rhein Lachs 2020
Am 23. Dezember strahlte das Schweizer Fernsehen in der Sendung "Netz Natur" des bekannten Biologen und Filmemachers Andreas Moser eine interessante und aufschlussreiche einstündige Dokumentation über den Lachs im Rhein aus (als DVD erhältlich). Der Film zeigt allgemein verständlich die Erfolge und Probleme auf, wie der Rhein Lachs in Zukunft einmal eine freie Passage bis Basel finden könnte.

Im schweizerischen Hochrheinzufluss Birs wurden seit 1995 zehn Wanderhindernisse durch Umgehungsgerinne, Fischpässe, Fischlift und Rampen fischgängig umgestaltet. Somit sind an der Birs 25 km Laich- und Aufwuchsbiotope für den Lachs und andere Rheinwanderfische neu erschlossen. Besonders die gefährdete Rheinlanke nimmt den neu entstandenen Lebensraum an.

Die Assocation Saumon-Rhin hat in den Jahren 2003/04 im Auftrag des BUWAL Meerforellen im Fischpass Iffezheim gefangen, mit Radiosendern markiert, anschliessend im Restrhein und oberhalb von Kembs wieder ausgesetzt, um zu klären, ob die Fische zum Laichen in die Hochrheinzuflüsse Birs, Ergolz und Wiese steigen, was eindeutig nachgewiesen werden konnte.

Abschliessend danke ich all jenen, die im Interesse unserer Gewässer in irgendeiner Art mit uns zusammengearbeitet haben und hoffe, die fruchtbare Zusammenarbeit auch im neuen Jahr weiterführen zu dürfen.

Urs Zeller

Neuigkeiten aus Genf

  • Das Organisationskomitee mit dem Präsidenten der AGSP, Maxime PREVEDELLO, arbeitet mit viel Einsatz und in enger Zusammenarbeit mit der SFV- Geschäftsleitung für eine erfolgreiche 122. Delegiertenversammlung in Genf.
  • Die Genfer Fischerei macht weiterhin Forschritte und ihre uneigennützigen Akteure können mit den zuständigen Behörden auf allen Ebenen wirkungsvoll zusammenspannen. Eine richtige Symbiose! Die Renaturierung und Sanierung der Flussläufe geht weiter zügig voran und wird mit unseren französischen Nachbarn koordiniert, denn, mit einer Ausnahme, sind alle französisch-schweizerische Gewässer. L'Aire, ein Flüsschen das sich seit 20 Jahren in einem lamentablen Zustand befand und für alle Aktivitäten vollständig gesperrt wurde, ist heute grösstenteils renaturiert und soweit saniert, dass es diesen Frühling für die Fischerei frei gegeben wird.
  • Die Genfer Fischer, uneins in den letzten Jahren, beginnen sich wieder zu finden dank dem gegenseitig wachsenden Vertrauen und Respekt.
  • Und nun als Dessert: das viel versprechende Projekt "Spülung der Stauhaltung VERBOIS", über welches ich Euch bereits in der letztjährigen Einladung für Brunnen/SZ informiert hatte, entwickelt sich weiterhin positiv in der Richtung einer permanenten Aufhebung dieser besonders für die Fischwelt mörderischen Spülungen alle drei Jahre. Die Betreiber des Kraftwerks VERBOIS haben bereits für ein Moratorium entschieden und überlassen es nun den Behörden, definitiv darüber zu befinden. Gespräche in dieser Richtung sind auch im Gange mit den französischen Betreibern von flussabwärts liegenden Kraftwerken. Wie ich bereits früher erwähnt hatte, sind die wirtschaftlichen Anreize einer Aufhebung solcher Spülungen sehr gross auf Schweizerseite und wesentlich grösser noch auf der Französischen. Gleichzeitig profitiert davon die Umwelt. Es sollte noch unterstrichen werden, dass es dank Regierungsrat Robert CRAMER via Dekret Mitte 2000 zur Bildung einer Arbeitsgruppe von 5 Mitgliedern kam, die mit den erforderlichen Kompetenzen ausgestattet wurde, um der vorgegebenen Mission gerecht zu werden. In der Folge waren die Beiträge der beiden nicht amtlichen Mitglieder der Gruppe, Tobias WINZELER (SFV) und Christophe HAYOZ (Präsident der Genfer Fischereikommission) von grosser Bedeutung.

William Reiter

Ressort Aus- und Weiterbildung

Wie wir bereits im letzten Jahresbericht angetönt haben, könnte die Revision des eidgenössischen Tierschutzgesetzes zur Folge haben, dass bei der Fischerei die Ausbildung der Fischerinnen und Fischer in Zukunft zu einem wichtigen Thema wird. Aber auch ohne diesen Druck muss es ein Anliegen des Verbandes sein, sich in diesem Bereich vermehrt zu engagieren. Dies betrifft nicht nur die Jungfischer. Nach Gesprächen mit dem BUWAL hat dieses Amt eine Bestandesaufnahme zur heutigen Situation der Anglerausbildung in den Kantonen erhoben. Die Erfassung lief über die kantonalen Fischereifachstellen. Sie liegt nun vor und zeigt das erwartete Bild unserer föderalistischen Vorschriftenkultur: Von einer Pflicht zur Fischereiprüfung über vorgeschriebene Ausbildungslehrgänge für Jungfischer bis hin zu keinen Regelungen ist alles anzutreffen. Das Thema soll an der diesjährigen Fischereiverwaltertagung diskutiert werden. Der SFV möchte deshalb in nächster Zeit in Zusammenarbeit mit dem BUWAL und der FIBER die Möglichkeiten zur Verbesserung der Ausbildungssituation in der Schweiz abklären. Die Umsetzung an der Front müsste nach meiner Meinung über die lokalen Vereine und Verbände erfolgen, wie sich dies in vielen Kantonen bereits bewährt hat. So könnten auch Kantone motiviert werden, die sich bisher eher zurückgehalten haben, sei es aus der Furcht, neue Aufgaben übernehmen zu müssen oder aus einem generellen Widerwillen gegenüber Reglementierungen im Allgemeinen.

Noch ein Wort zur Jungfischerausbildung. Jungfischerkurse gehören inzwischen zum Standard der meisten Vereinsaktivitäten. Die Organisation von Jungfischergruppen und deren Betreuung durch die Saison mit verschiedenen Anlässen ist der nächste Schritt zu einer erfolgreichen Integration unserer jugendlichen Fischerinnen und Fischer.

Vom 22. bis 23. Mai fand in Alt St. Johann der traditionelle Fliegenfischerkurs des SFV mit 22 Petri-Jüngerinnen und Jüngern statt. Die Nachfrage war so gross, dass am darauf folgenden Wochenende ein weiterer Kurs mit 10 Personen durchgeführt wurde. Der SFV dankt dem Leiterteam, Peter Fischer und Werner Glanzmann, für ihren tollen Einsatz.

In der französischsprachigen Schweiz setzt sich der Club Mouche "La Phrygane" mit ungebrochenem Elan für die Fliegenfischerausbildung ein. Weitere vier Fischerkollegen konnten den Ausweis "Fliegenfischer-Instruktor SFV" entgegennehmen. Vielen Dank an Daniel Gendre und sein Team.

Ruedi Hauser

Ressort Artenschutz

Im vergangene Verbandsjahr stand die Überarbeitung des Syntheseberichtes "Kormoran + Fische" sowie die Problematik übersommernde Kormorane und Brutkolonien für unseren Verband im Vordergrund.

Der Zentralvorstand hat im zweiten Anlauf dem erarbeiteten Kompromiss zugestimmt. Leider hat das BUWAL bis Ende 2004 die schweizerische Arbeitsgruppe nicht einberufen, um das Papier zu genehmigen. Damit kann es noch nicht in Kraft treten, was in Anbetracht des nahenden Sommers 2005 ungünstig ist. Der SFV wird den Druck weiter aufrechterhalten, denn es gibt keinen plausiblen Grund, weitere Verzögerungen hinzunehmen. Bis zum endgültigen Abschluss der Arbeiten darf der Inhalt des Papiers noch nicht veröffentlicht werden. Aus Sicht des SFV dürfen wir aber mit dem Ergebnis zufrieden sein, gibt uns dieses Papier doch im Sommer die Möglichkeit, punktuell in die Kormoranpopulation einzugreifen. Dies ist nicht selbstverständlich, ist doch der Vogel ab März bis Ende August geschützt. Ich hoffe, dass bis zur DV 2005 des SFV dieses Papier unter Dach und Fach ist und damit im kommenden Sommer bereits wirksam sein kann.

Gänsesäger
Bekanntlich hat Matthias Escher im Auftrag des 111er Clubs eine Studie über den Einfluss des Gänsesägers auf die Fischpopulation durchgeführt. Diese Studie wird im 1. Quartal 2005 vorliegen und es wird die Aufgabe des SFV sein, die notwendigen Schritte einzuleiten, damit die Schlussfolgerungen aus dem Papier auch auf politischer Ebene berücksichtigt werden. Dies wird - sofern der überarbeitete Synthesebericht "Kormoran und Fische" in Kürze verabschiedet wird, in diesem Jahr für den SFV die Hauptaufgabe sein.

Tierschutzgesetz
Das neue Tierschutzgesetz, welches bis im Jahr 2006 in Kraft treten sollte, möchte auch einige fischereiliche Themen aufgreifen. Die Arbeiten der Subgruppen sind abgeschlossen und als nächster Schritt erfolgt die Vernehmlassung. Wann es soweit ist, wissen wir nicht, sind aber gespannt, ob wir unsere Vorschläge dort wieder finden.

Martin Peter

Ressort Information und PR

1 Schweizerische Fischerei-Zeitung / "Petri-Heil"
Das offizielle Publikationsorgan des SFV, die "Schweizerische Fischerei-Zeitung" (SFZ), spielt sowohl für die verbandsinterne als auch für die externe Information immer noch eine zentrale Rolle. Sie erschien im 112. Jahrgang wiederum als integrierender Bestandteil des Partnermagazins "Petri-Heil". In den 11 Ausgaben des Berichtsjahrs wurden insgesamt 21 Seiten mit SFV-Nachrichten publiziert. Weitere Themen aus dem Tätigkeitsbereich des SFV fanden, so weit sie von allgemeinerem Interesse waren, Platz in den übrigen redaktionellen Rubriken von "Petri-Heil". Die Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Redaktoren Hansjörg Dietiker und Daniel Luther war erneut völlig problemlos, ebenso mit den Mitarbeitenden der gesamten Druckvorstufe.

2 SFV News
Im Berichtsjahr erschienen wiederum zwei nach den beiden grossen Landessprachen getrennte Ausgaben des verbandsinternen, an die Vereinskader gerichteten Informationsblattes. Die erste Ausgabe umfasste 16 Seiten mit einem Inseratanteil von mehr 50%. Im Interesse einer besseren Lesbarkeit und Übersichtlichkeit wurde für die zweite Ausgabe ein neues Layout erstellt. So konnte der Umfang auf 6 Seiten (wovon 1 Inseratseite) reduziert werden. Für Gestaltung und Druck zeichnet neu die Firma IMPULSIV Kommunikation (Bern) verantwortlich.

3 Internet
Das Internet wird als Kommunikationsplattform immer wichtiger. Dementsprechend stiegen die Ansprüche an die verbandseigene Website (www.sfv-fsp.ch), und zwar sowohl in Bezug auf Aktualität als auch punkto Aufmachung und inhaltliche Vollständigkeit. Dank der Flexibilität und Disponibilität von Webmaster Karl Brunner, der die Inhalte regelmässig, jedoch mindestens einmal monatlich aktualisiert, vermochte die Verbands-Homepage die an sie gestellten Erwartungen zu erfüllen. Inhaltlich sind allerdings weiterhin erhebliche Unterschiede zwischen der deutsch- und der französischsprachigen Version vorhanden: Die deutsche Site umfasst auch die Inhalte der SFZ; entsprechende aktuelle Themen fehlen auf der französischen Site.

4 Mediendienst
Vom SFV-Mediendienst wurden im Berichtsjahr vier Communiqués verbreitet. Im Mittelpunkt standen die Vorbereitung der Volksinitiative "Lebendiges Wasser" sowie die Restwasser- bzw. die Schwall/Sunk-Problematik. Vor allem die Ankündigung einer neuen SFV-Volksinitiative stiess aus naheliegenden Gründen auf ein überdurchschnittliches Medieninteresse.

Hans Ulrich Büschi

Ressort Ausstellungen

Vom 26.2. - 1.3.2004 fand in Bern die internationale Ausstellung "Fischen Jagen Schiessen" mit der Themenerweiterung "Freizeit Natur Tierwelt" statt. Gemäss einer Auswertung der Messeleitung haben sich 93% der Besucherinnen und Besucher zufrieden oder sogar sehr zufrieden über die Messe geäussert. Der Auftritt des SFV galt erneut dem Lebensraum Wasser, wobei die Schautafeln mit den Themen Restwasser, Schwall-/Sunk und Geschiebehaushalt ergänzt wurden. Wir betreuten 19 Schulklassen mit insgesamt 335 Schülerinnen und Schülern. Wichtige Publikumsattraktionen waren wiederum die Bach- und Teichlandschaft, die Aquarien und das von den Berufsfischern gestaltete Fischbuffet. Das BUWAL selber war mit einer eindrücklichen Sonderschau anwesend. Den Standbetreuern und Helfern aus dem Bernisch Kantonalen Fischerei-Verband möchten wir an dieser Stelle den allerbesten Dank aussprechen.

Wir möchten die angeschlossenen Vereine und Verbände einmal mehr darauf aufmerksam machen, dass unser Ausstellungsmaterial für regionale und lokale Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Da der bisherige Ressortleiter Marco Zimmermann aus familiären und beruflichen Gründen sein Amt auf Ende 2004 niederlegen musste, ist das Material inskünftig bei Ruedi Hauser, Obriedenstrasse 10, 6463 Bürglen (Tel. 041 870 68 56) zu bestellen. Ich möchte an dieser Stelle auch im Namen der Geschäftsleitung Marco Zimmermann für seine geleistete Arbeit danken und ihm im privaten und beruflichen Bereich alles Gute und viel Erfolg wünschen.

Ruedi Hauser

SFV-Shop

Mit der 3. Auflage von 25'000 Exemplaren der Jungfischerbroschüre "Guide" in deutsch/französisch setzt sich der Erfolg dieses Büchleins ungebrochen fort. Vom Poster "Die Fische der Schweiz" wurden rund 1500 Stück verkauft. Die im Dezember 2004 lancierte DVD Fischwelt Schweiz ist bereits ausgezeichnet angelaufen. Diese drei Produkte sind zurzeit die Renner in unserem Sortiment von 14 Positionen. Die Anzahl Postsendungen, Pakete und Briefe, darunter leider auch viele Mahnungen, hat sich gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt und erreichte die Zahl von 1125 Stück, d.h. 4-5 pro Arbeitstag. Ich möchte an dieser Stelle dem Fotografen Michel Roggo, Andreas Knutti vom WWF und Erich Staub vom BUWAL für die sehr gute Zusammenarbeit bzw. Unterstützung bei der Herausgabe der neuen DVD herzlich danken.

Ruedi Hauser

Aktions- und Kampffonds Fisch 2000 / Kampffonds für unsere Initiative Lebendiges Wasser und gegen ein Fischereiverbot

Die Delegiertenversammlung hat in Brunnen beschlossen, CHF 30'000 aus dem Aktions- und Kampffonds Fisch 2000 zugunsten der von uns lancierten Initiative Lebendiges Wasser zu verwenden. Der Einfachheit halber wurde dieser Betrag im Aktions- und Kampffonds Fisch 2000 belassen. Unser Ehrenpräsident, Walter Castagno, hat - wie seit vielen Jahren - diesem Fonds CHF 50 zukommen lassen, wofür wir ihm herzlich danken möchten.

Der Zentralvorstand hat an seiner Sitzung vom 27. November 2004 die Errichtung eines neuen Kampffonds beschlossen mit dem Zweck, die vom SFV lancierte Volksinitiative Lebendiges Wasser zu fördern und gleichzeitig die Jagd- und Fischereiverbotsinitiative zu bekämpfen. Der Fonds soll in erster Linie durch freiwillige Beiträge von Kantonalverbänden und Fischereivereinen geäufnet werden. Spenden von einzelnen Mitgliedern sind selbstverständlich ebenfalls willkommen.
Wir hoffen, dass die Beiträge nur so sprudeln werden!

Raiffeisenbank
4123 Allschwil 2
Post-Konto 40-8710-9

     

Zugunsten von
81832.34 80775
Schweizerischer Fischerei-Verband
Kampffonds
3001 Bern

Rolf Auer,
Zentralkassier

 

ONLINE-DOSSIERS

Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

Das Argumentarium zur Pestizid- und Trinkwasserinitiative

Dossier Doubs

Online Dossier zur Rettung des Doubs

Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

Online-Dossier zum Fisch des Jahres 2017

FISCHER MACHEN SCHULE

Exkursionsprogramm des SFV für Schulen

zur Informationsseite

SFV-Newsletter abonnieren

Immer auf dem Laufenden sein, was den SFV und die Fischerei betrifft.

Newsletter abonnieren

Mitglied werden

Mitglied eines Fischereivereins oder Gönnermitglied des SFV werden

Beitrittserklärung

SFV-Spendenkonto

Postkonto:  30-444852-8

 
Design & Technology by YOUHEY Communication AG, Burgdorf, Switzerland.