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Jahresbericht 2003 des Zentralpräsidenten

Ein Schatten liegt über dem Berichtsjahr 2003. Im Gebiet Untersee und Rhein hat sich eine Tragödie abgespielt. Im Hitzesommer überlebten Zehntausende von Aeschen und Tausende von Aalen die hohen Wassertemperaturen nicht, trieben auf der Oberfläche der Gewässer und wurden von den Fischern in beispiellosem Einsatz "entsorgt". Das ökologische Drama löste in der Oeffentlichkeit grosse Betroffenheit aus. Die Behörden schauten dem Drama einigermassen hilflos zu und überliessen die schwierige Arbeit den Fischern, denen ein Riesendank gebührt. Tatenlos blieben die Behörden auch im Falle von missbräuchlichen Wasserentnahmen im Hitzesommer 2003 und Verstössen gegen die Restwasserbestimmungen, die ungeahndet blieben. Das wird noch zu reden geben.

Im Berichtsjahr wurde im SFV enorm gearbeitet. Details entnehmen Sie den Berichten der Ressortleiter. Die Teamarbeit in der Geschäftsleitung funktionierte wie gewohnt hervorragend. Als Geschäftsführer leistete Tobias Winzeler ein hohes Pensum und unschätzbare Dienste. William Reiter, zusammen mit Thierry Potterat Brückenbauer zur Romandie, setzte sich in der brisanten Frage der Stauraumspülungen von Verbois mit grossem Engagement ein. Es bestehen gute Aussichten, dass auf die gravierenden, schädlichen Auswirkungen der Stauraumspülung künftig verzichtet werden kann. Intensive Arbeit leistete auch Martin Peter, der das heikle Dossier "Kormorane" betreute. Die Problematik wird uns im Jahre 2004 stark weiterbeschäftigen. Hans Ulrich Büschi leistet als Kommunikationschef beste Arbeit. Rolf C. Auer ist als Finanzchef ein sicherer Wert im Verband. Urs Zeller leistet als Ressortchef "Gewässer und Umwelt" engagiert, professionell und unnachgiebig herausragende Arbeit. Etwas glücklos trotz hohem Einsatz schaut Marco Zimmermann auf das Jahr zurück. Die Wirtschaftslage machte die Inseratakquisition für die SFVnewsFSP sehr mühsam, was zu unvorhergesehenen Verschiebungen der Ausgabetermine des wichtigen Mediums führte. Wir kommen nicht umhin, das SFV-Organ und dessen Abhängigkeit vom Inseratevolumen zu überprüfen und gegebenenfalls neu zu strukturieren. Ein besonderes Kränzchen möchte ich Ruedi Hauser widmen. Er hat vor zehn Jahren den SFV-Shop gegründet, kontinuierlich und mit Kreativität ausgebaut. Resultat der immensen Arbeit: Mehr als 110 000 Franken sind in den 10 Jahren in die SFV-Kasse geflossen. Chapeau und merci, Ruedi!

Wertvolle ideelle und vor allem materielle Dienste leistete auch der 111er-Club unter dem initiativen und nimmermüden Präsidenten René Keller. Etwa 50 000 Franken flossen projektbezogen in die SFV-Kasse. Schwerpunkte bildeten ein Prozesszuschuss im Fall "Rheinfelden", die Finanzierung einer Gänsesägerstudie durch Matthias Escher und das Sponsoring eines Jugendanlasses in Schweden. Der 111er-Club umfasst heute 78 Mitglieder. Noch sind also Plätze frei. Erfreulich wäre, wenn auch einige Kolleginnen und Kollegen aus der Romandie dem Club beitreten und den Schulterschluss über den Röstigraben hinaus auch in diesem Bereich bewerkstelligen würden.

Im Rahmen der Revision der Tierschutzgesetzgebung sollen neu auch Regelungen für Fische und Krebse erlassen werden. Das BVET hat Fachgruppen zu den Themen Fischzucht, Fischhaltung, Berufsfischerei, Angelfischerei, Tierversuche und Krebsarten gebildet. Der SFV hat den Tierarzt und aktiven Fischer Matthias Escher beauftragt, die Interessen des Verbandes in der Fachgruppe Angelfischerei zu vertreten. Er tut dies mit hohem Engagement und Professionalität. Herzlichen Dank. Die Arbeit verspricht viel Spannung. Die Frage nach der Fähigkeit von Fischen, Schmerzen und Leiden zu empfinden, wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Ethische Anforderungen an das Verhalten gegenüber dem Tier und der Natur sind ein Bestandteil der SFV-Kultur und im Ethikkodex ausführlich dargelegt. Es ist deshalb legitim, auf die unabdingbaren Rechte zur Bewirtschaftung der Gewässer hinzuweisen und sich auch in Zukunft für eine nachhaltige Angelfischerei einzusetzen, ohne die Angeltechnik ungerechtfertigt einzuschränken.

Im Berichtsjahr ist das exemplarische Projekt "Fischnetz" abgeschlossen worden. Die Medien haben landesweit und sehr ausführlich über Resultate und Massnahmenvorschläge berichtet. Zweifellos ist damit der Sensibilisierungsgrad in der Oeffentlichkeit für dringende Aktivitäten zur Verbesserung der Gewässerqualität und des Lebensraumes für die Fische nachhaltig gestiegen. Nun beginnt die eigentliche Arbeit. Der SFV begrüsst die Absicht der zuständigen Behörden, mit Hilfe des Folgeprojektes "Optimierung der Fischfangerträge und der Gewässerqualität" die Kantone und Fischereiorganisationen bei der Umsetzung der vorgeschlagenen Massnahmen zu unterstützen. Zeitgleich wird auch die Fischereiberatung FIBER in Kastanienbaum ihre Dienste anbieten. Sie wird getragen durch die EAWAG, das BUWAL und den SFV. Das Pflichtenheft umfasst die Beratung von Fischereivereinigungen, die Aufbereitung von Unterlagen für praktische Fragen, Auskunftsstelle bei Themen im Bereich Fische und Gewässer, Umsetzung von fischereirelevanten Erkenntnissen. Die neue Stelle ist keine "Studierstube". Sie soll vor Ort für praktische Fragen der Fischer zur Verfügung stehen. Der Stelleninhaber muss sich deshalb neben einer abgeschlossenen naturwissenschaftlichen Ausbildung auch über Erfahrungen im fischereilichen Bereich ausweisen können.

Aber auch unser Verband muss nun in die Offensive gehen. Und zwar solange das Eisen noch warm ist. Ich habe deshalb an der Medienkonferenz anlässlich der Präsentation des Schlussberichtes "Fischnetz" dezidiert darauf hingewiesen, dass die Stimmung unter den Fischern in unserem Land schlecht ist. Einerseits sind sie frustriert wegen der rückläufigen Fischfangerträge. Sie sind aber auch zornig angesichts des schleppenden und verzögerten Vollzugs des Gewässerschutzes in den Kantonen. Und hier hilft nur eines. Es ist eine Volksinitiative zu lancieren, mit der die ökologische Sanierung der Gewässer forciert werden soll. Ueber diese Absicht debattieren wir an der DV 2004 in Brunnen. Ich bin zuversichtlich, dass wir dabei die Unterstützung der Delegierten erfahren dürfen.

Eine Menge Arbeit wartet auf uns. Aber es wird sich lohnen. Packen wir's an. Gemeinsam. Dachverband, Kantonalverbände und Fischereivereine!

Ich bedanke mich herzlich für die Unterstützung und das Vertrauen, das Sie mir als Präsident des Schweizerischen Fischereiverbandes zukommen lassen und verspreche ihnen, alles zu tun, um die bevorstehenden Aufgaben zusammen mit GL und ZV und ihnen allen erfolgreich zu meistern.

Werner Widmer
Zentralpräsident

Ressort Gewässer und Umwelt

Die wichtigsten Projekte von nationaler Bedeutung betreffen folgende Themen:

1 Projekt "Fischnetz"
Der Schlussbericht des vor fünf Jahren gestarteten Forschungsprojektes Fischrückgang Schweiz liegt vor. Über 100 Fachleute aus Wissenschaft, Behörden, Fischereivereinen und der Chemischen Industrie erforschten in 77 Unterprojekten die Ursachen. Danken möchte ich an dieser Stelle unseren SFV-Vertretern, die in diesem Projekt ihr Wissen mit grossem Engagement einbrachten. Es sind dies u.a. Kurt Meyer, Werner Widmer, Adolf Bolliger, Paul Gubler und der kürzlich verstorbene Heinz Renz. Wie der Schlussbericht zeigt, sind der schlechte Zustand der Lebensräume sowie chemische Belastungen und Krankheiten die Hauptursachen für den massiven Fischrückgang in der Schweiz. Tatsachen, die für Fischerinnen und Fischer nicht neu sind. Aber heute wird jedoch mehr und vertiefter darüber gesprochen, wie das Beispiel der Krankheit PKD zeigt. Zu den wichtigsten Gründen für den Fischrückgang gehört der Verlust an natürlichen Lebensräumen. Zur Verbesserung der Situation wären heute an sich genügend gesetzliche Grundlagen vorhanden, was für deren Umsetzung fehlt, ist der nötige "Kies" (ohne "Kies" kein Kies…). Aus diesem Grund braucht es die 3. Gewässer-Initiative des SFV, die die Kantone veranlassen soll, einen Renaturierungsfonds zu errichten, wie er sich im Kanton Bern bereits bestens bewährt hat.

2 Arbeitsgemeinschaft Renaturierung des Hochrheins
Die Arbeitsgemeinschaft (Arge) dient weiterhin als Koordinationsorgan für die vielfältigen Probleme, die sich am Hochrhein stellen. Als Vorsitzender stelle ich gemeinsam mit Geschäftsführer Tobias Winzeler die Beziehung zur Internationalen Kommission zum Schutze des Rheins (IKSR) sicher. Die Arbeiten der IKSR verzahnen sich immer enger mit jener des Koordinierungskomitees Rhein, das für die Umsetzung der europäischen Wasserrahmenrichtlinien (WRRL) zuständig ist. In diesem Zusammenhang müssen wir uns insbesondere dafür einsetzen, dass dem Verschlechterungsverbot (Art. 1 WRRL) die nötige Beachtung geschenkt wird. So sollen z.B. die noch bestehenden Fliesswasserstrecken am Hochrhein sowie weitere naturnahe Abschnitte nicht zusätzlich beeinträchtigt, sondern geschützt und aufgewertet werden.

3 Hochrhein-Kraftwerke
Damit das ehrgeizige Lachsprojekt der IKSR am Rhein ein Erfolg wird, ist es unerlässlich, dass das KW Kembs bei der Erneuerung der Konzession im Jahre 2007 dem Altrhein (eine 44 km lange, einigermassen natürliche Flussstrecke) mehr Restwasser zukommen lässt. Die heutige Restwassermenge von 20-30 m3/s ist absolut ungenügend. Die Electricité de France (EDF) erstellte eine Umweltverträglichkeitsstudie, deren Resultate seit November 2003 den Behörden vorliegen.

Um das Wanderverhalten von Langdistanz-Wanderfischen oberhalb von Kembs zu erforschen, läuft zur Zeit im Auftrag des BUWAL ein Versuch mit besenderten Meerforellen. Die regelmässige Ortung von 16 Meerforellen soll aufzeigen, wohin die Fische im Hochrhein schwimmen und wo sie ihre Laichgebiete suchen. Da Lachs und Meerforelle die gleichen Laichgewässer aufsuchen, können die Resultate der Studie die Planung von Massnahmen ermöglichen, mit denen sich der Lebensraum von Lachs und Meerforellen verbessern lässt. Bekanntlich sind Wiese, Birs und Ergolz im Raum Basel die schweizerischen Laichgewässer für den Lachs. Mehr darüber später.

Die Verhandlungen mit dem zuständigen Betriebsleiter des KW Augst verliefen reichlich frustrierend. Die Erstellung eines Umgehungsgewässers wurde von Seiten des KW abgelehnt. Da die Konzession aus dem Jahr 1989 im Wesentlichen nur die Wiederinstandstellung des seit den fünfziger Jahren funktionsuntauglichen Fischpasses vorschreibt und sich die Behörden weigerten, ein neues Verfahren zu eröffnen, konnte der Fischereiverband Baselland keine rechtlichen Überprüfungen ins Auge fassen. Der Vertikal-Schlitzpass, der auf Lachsgängigkeit dimensioniert ist, soll so rasch als möglich realisiert werden. Das KW muss gemäss Auflagen nach der Erstellung belegen, dass die Fischtreppe auch funktionstüchtig ist.

Der SFV sowie die AQUA VIVA haben den ablehnenden Entscheid der Rekurskommission UVEK angefochten und dem Bundesgericht beantragt, es sei gerichtlich festzustellen, dass die dem KW Rheinfelden am 20.12.1989 erteilte Konzession erloschen ist. Besonders stossend an der ganzen Angelegenheit ist, dass die KWR einerseits zwar auf ihr wohlerworbenes Recht pocht, anderseits jedoch keine Anstalten trifft, die von ihr eingegangenen Verpflichtungen "vertragskonform" zu erfüllen. Jeder Bürger und Gewerbetreibende, der von seiner Bau- oder Gewerbebewilligung nicht fristgerecht Gebrauch macht, muss mit deren Verfall rechnen. Der Grundsatz der rechtsgleichen Behandlung sollte allmählich auch in der Wasserwirtschaft Anwendung finden.

Abschliessend danke ich all jenen, die im Interesse unserer Gewässer in irgendeiner Art mit uns zusammengearbeitet haben und hoffe, die fruchtbare Zusammenarbeit auch im neuen Jahr weiterführen zu dürfen.

Urs Zeller

Ressort Artenschutz

Das vergangene Verbandsjahr war von folgenden Themen geprägt:

- Konkurrenzierung der Bachforelle durch die Regenbogenforelle
- Vorbereitung eines neuen Berichts "Erfolgskontrolle Kormoran und Fische"
- Tierschutzgesetzgebung.

1 Konkurrenzierung der Bachforelle durch die Regenbogenforelle
Nachdem sich die Parteien darauf geeinigt hatten, den temporären Einsatz der RBF in den schweizerischen Binnenkanälen des Alpenrheintals zuzulassen, wurden in einem Aktionspapier Rolle und Engagement der verschiedenen Partner zur Verbesserung der Fischbestände und Fangmöglichkeiten festgehalten. Der Inhalt sieht folgendermassen aus:

  • Verbesserungen des Lebensraumes (qualitativ und quantitativ)
  • verstärkte Aeschenförderung
  • zeitlich limitierter Einsatz von Regenbogenforellen.


Als Akteure treten neben dem BUWAL und dem Bundesamt für Wasser und Geologie die betroffenen Fachbereiche des Kantons St. Gallen (Fischereiverwaltung, Wasserbau und Gewässerschutz) sowie der SFV und die IKFA auf. Damit sollte nun der Grundstein für eine zügige Realisierung des Vorhabens gelegt sein. Mit unseren Fischereikollegen im Kanton St. Gallen haben wir sehr starke und kompetente Partner, welche die fischereilichen Interessen wahrnehmen. Hierzu im Voraus herzlichen Dank.

2 Arbeitsgruppe Kormoran
Der im vergangenen Jahr erarbeitete Kompromiss, der folgende Kernelemente enthielt, wurde von den Mitgliedern des Zentralvorstandes abgelehnt.

Grundsatz

  1. An Fliessgewässern und Seen bis 50 ha werden entstehende Brutkolonien und einfliegende übersommernde Vögel abgewehrt.
  2. An Seen und Flussstaus bleiben entstehende Brutkolonien und einfliegende Kormorane unbehelligt.

Rückkommensmöglichkeit durch Aktivierung eines Konfliktlösungs-Ausschusses
Da die räumlichzeitliche Dynamik der Gründung von Brutkolonien und übersommernden Kormoranen nicht voraussehbar ist und im Bereich der Fischerei Ängste vor einer unkontrollierten Entwicklung bestehen, soll ein Konfliktlösungs-Ausschuss in Kraft treten, wenn eines der folgenden Auslösekriterien zutrifft:

  1. Die Anzahl der Kolonien in der Schweiz ist auf 5 oder mehr Brutkolonien angestiegen.
  2. Die in der Schweiz brütenden Kormorane sind auf 100 oder mehr Brutpaare angestiegen.
  3. Die Netzschäden der Berufsfischer haben in einem See ein untragbar hohes Ausmass angenommen (einvernehmliche Feststellung von Berufsfischern und Fischereiverwaltung).
  4. Von einem Mitglied der Arbeitsgruppe Kormoran und Fischerei wird in einem Gebiet gemäss dem obigen Grundsatz eine ausserordentliche, regionale Problemsituation festgestellt.


Arbeitsweise des Konfliktlösungs-Ausschusses
Der Konfliktlösungs-Ausschuss der Arbeitsgruppe Kormoran und Fischerei setzt sich aus je einem Vertreter des BUWAL, des SFV und des SVS zusammen. Er wird vom BUWAL einberufen, wenn eines der Mitglieder der Arbeitsgruppe Kormoran und Fischerei festgestellt hat, dass mindestens eines der oben aufgeführten Auslösekriterien eingetreten ist. Der Ausschuss zieht zur Konfliktlösung den/die betroffenen Kanton/Kantone und allfällige Experten bei und rapportiert an die Arbeitsgruppe Kormoran und Fischerei, wenn er zusammentritt und wenn er eine Konfliktlösungsphase abgeschlossen hat. Nach der Absage unseres Verbandes zu diesem Kompromiss braucht es nun weitere Gespräche zur Lösung des Konfliktes.

3 Tierschutzgesetzgebung
Das neue Tierschutzgesetz, welches samt Ausführungsverordnung im Jahr 2005 in Kraft treten soll, möchte auch einige fischereiliche Themen aufgreifen. Der SFV ist mit Matthias Escher in der Arbeitsgruppe Fischerei prominent vertreten. Diese Gruppe hat verschiedentlich getagt und ihren Input abgeliefert. Nun warten wir alle gespannt auf das weitere Vorgehen seitens des BVet.

Martin Peter

Ressort Aus- und Weiterbildung

Jungfischerkurse gehören inzwischen bei den meisten Vereinen zum festen Jahresprogramm. Auf Anfragen konnten Musterkursprogramme abgegeben werden. Unsere Jungfischerbroschüre "Guide" ist weiterhin ein Hit bei den Jungfischerinnen und Jungfischern. Im Frühjahr 2004 wird die dritte Auflage in deutsch/französisch erscheinen. Bei diesem erfolgreichen Projekt können wir wie bisher auf die wertvolle Unterstützung der Zeitschrift "Petri-Heil" und der Firma FUNFISH zählen.

In der Fliegenfischerausbildung sind unsere beiden Kompetenzzentren weiterhin für den SFV tätig. Es sind dies die Fliegenfischerschule Peter Fischer und der Club Mouche "La Phrygane". Besten Dank für den uneigennützigen und wirkungsvollen Einsatz!
Die Fliegenfischerschule Peter Fischer, Schaffhausen, organisierte vom 29.5.-1.6. in Alt St. Johann den traditionellen SFV-Fliegenfischerkurs. 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, Anfänger und Fortgeschrittene, erlebten unter seiner Leitung, unterstützt von Werner Glanzmann als Mitinstruktor, einen anspruchsvollen und lehrreichen Kurs. Im Frühjahr konnten überdies zwei Kandidaten nach erfolgreich bestandener Prüfung zu Fliegenfischer-Instruktoren SFV ernannt werden. Unser Partner in der französischsprachigen Schweiz, der Club Mouche "La Phrygane", entwickelt unter der initiativen Führung von Daniel Gendre eine unübersehbare Präsenz in der Romandie. Im Frühjahr erfolgte eine weitere Brevetierung von sieben Fliegenfischer-Instruktoren SFV. Es ist diesem Club auch gelungen vermehrt in der Öffentlichkeit für das Anliegen der Fliegenfischerei zu werben.

Ruedi Hauser

Bericht aus der Westschweiz

Westschweizer Präsidentenkonferenz
Anfangs 2003 wurde dieses Treffen in MOUDON/VD (Broye-Tal) abgehalten mit dem Zweck, den Zusammenhalt unter den in der Westschweiz aktiven Fischerinnen und Fischern zu fördern. Diese Versammlung erlaubte uns:

  • die fischereiliche Bewirtschaftung der Flussläufe genauer zu erläutern,
  • die Problematik der fischfressenden Vögel zu behandeln, mit Hinblick auf den Gänsesäger, der bei gewissen Wasserläufen die Fischwelt dezimiert,
  • auf die kritische Zunahme des grossen Kormorans beim französisch-schweizerischen Fluss DOUBS aufmerksam zu machen


Bei dieser Gelegenheit wurde auch die Rolle der Fischer für den allgemeinen Schutz der Gewässer diskutiert mit Hinblick auf das von der UNO bezeichnete internationale Jahr des Wassers. Verschiedene "Fluss-Putzete" wurden während der Saison durchgeführt. Die Fischer haben auch an vielen Rettungsaktionen von Fischen und Krebsen teilgenommen während der aussergewöhnlichen Trockenzeit dieses Jahres.

Kontakte mit Fischerverbänden, die (noch) nicht dem SFV angeschlossen sind
Die Anstrengungen zur Gewinnung dieser Verbände für die Anliegen des SFV wurden weiter verfolgt. Das Informationsbulletin der "SFV news FSP" ist ein ideales Instrument für die Gewinnung dieser Verbände für die Anliegen des SFV. Gegenwärtig hat sich die Sektion ROLLE/VD der Genferseefischer zum Beitritt in den SFV bereit erklärt. Diese Sektion ist Mitglied der FIPAL (Internationaler Verband der Sportfischer des Genfersees). Ich hatte das grosse Vergnügen, die Vertreter dieser Sektion besser kennen zu lernen. Trotzdem ist es bedauerlich, dass andere Verbände der Welschschweiz dem SFV aus finanziellen Gründen fernbleiben. Es ist zu hoffen, dass sich diese leidige Situation in der Zukunft ändern wird.

Aktivitäten im Kanton Waadt
Die SFV ist in diesem Kanton zur Teilnahme an einer Diskussionsrunde eingeladen worden zwecks Behandlung der vorgeschlagenen Raumplanung, die unter der Federführung der zuständigen kantonalen Behörde erarbeitet wurde. Diese Art Treffen erlauben eine Sensibilisierung der lokalen Ausführenden sowie deren Politiker zur Problematik der Revitalisierung der Flussläufe und der Undurchdringlichkeit der Böden, welche Störungen im Wasserhaushalt an der Oberfläche und unterirdisch verursachen. Gewisse Politiker dieses Kantons erachten die Sanierung des katastrophalen Zustandes gewisser Flussläufe als nicht prioritär. Zum Beispiel hat der Grossrat letzten Herbst einen Kredit zur Revitalisierung der VENOGE auf einem Kilometer-Abschnitt ohne Baumbepflanzung mit 78 zu 76 Stimmen (mit 5 Enthaltungen) abgelehnt.
In diesem Flusslauf werden die Forellen mit der PKD (Proliferierende Nierenkrankheit) befallen wegen der ansteigenden Wassertemperatur. Die Revitalisierung dieses kanalisierten Abschnittes war eines der Gegenstände der Volksabstimmung im Jahre 1990 unter dem Motto " Rettet die VENOGE". Diese wurde zu 57 % von den Waadtländern angenommen. Trotz vielen auch für die Renaturierung unternommenen Arbeiten durch den Waadtländer Flussfischerverband geniesst leider das fischereiliche Anliegen nicht die gleiche politische Unterstützung wie dies in anderen welschen und Deutschschweizer Kantonen der Fall ist.

Verbindungen mit den welschen Verbänden
Während mehreren Jahren war der Kanton Neuenburg durch den Fischerverein des VAL- de-RUZ im SFV vertreten. Wir danken dessem Präsidenten, Pascal ARRIGO, herzlich für seine Unterstützung. Die Solidarität dieses Vereins mit dem SFV und Pascal's Ueberzeugungsarbeit haben bewirkt, dass sich nun alle Neuenburger Fischer, vereint im kantonalen Verband, in diesem Jahr dem SFV angeschlossen haben.
Der kantonale Fischereiverband AGSP aus Genf wünscht ebenfalls dem SFV beizutreten.
Der SFV hat Instruktoren-Diplome für Fliegenfischer überreicht, die von den Experten der Fischerschule "la Phrygane" ausgebildet worden sind. Dieses Institut von Passionierten hat auch einen prächtigen Fischereiführer für das Freiburgerland herausgegeben.
Die welschen Verbände leisten eine beträchtliche Arbeit zur allgemeinen Förderung der Fischerei und zum Schutze der Wasserwelt. Es ist immer sehr erfreulich, mit deren Vertreter zusammenzuarbeiten. Ein grosser Dank an die Herren Ernest REGARD, Bernard CREUX, Daniel GENDRE, Didier LUGON-MOULIN, Laurent GIROUD, Jean-Philippe PERRINJAQUET, Maxime PREVEDELLO et Claude COLLOMB

Thierry Potterat

Ein Erfolg versprechendes Unterfangen in Genf

Schon im letztjährigen Bericht wurde erwähnt, dass es dem zuständigen Regierungsrat, Robert CRAMER, sehr daran gelegen ist, die Genfer Umwelt auf Vordermann zu bringen. Viel Konkretes ist bereits erreicht oder in Entstehung. Zudem sind er und seine zuständigen Mitarbeiter von der engen Zusammenarbeit mit den Genfer Fischern (Umweltschützer der ersten Stunde!) überzeugt.
Im Zusammenhang mit der Konzessionserneuerung des Rhone Kraftwerks CHANCY-POUGNY fand Mitte 2000 eine Schlichtungssitzung zwischen dem Betreiber, den zuständigen Behörden und Vertretern der Genfer Fischer inkl. SFV statt. Die vom Kraftwerk VERBOIS (stromaufwärts liegend) ausgehenden mörderischen Spülungen alle drei Jahre kam zur Sprache. Auf Ersuchen von R. Cramer hat die Regierung daraufhin, per Dekret, eine fünfköpfige Arbeitsgruppe bestimmt, mit dem Auftrag, eine umweltfreundlichere Methode zu eruieren. Zwei prominente Fischervertreter gehören zu diesem Gremium, nämlich der Präsident der Genfer Fischerei Kommission (Christophe HAYOZ) und der SFV Geschäftsführer (Tobias WINZELER). Analysen eines lokalen Umweltbüros ergaben, dass bessere Verfahren aus gewissen Gründen, auch wirtschaftlichen, nicht durchführbar sind. Nicht davon überzeugt waren in erster Linie die zwei Fischervertreter. Als vertrauensbildende Massnahme zu einer auch in der Bevölkerung als unbefriedigend betrachteten Situation wurde eine Zweitmeinung von einem unabhängigen und renommierten Büro aus der Deutschschweiz eingeholt. Dieser Schritt wurde auch vom BUWAL empfohlen. Der Bericht zeigte auf, dass solche Spülungen nicht notwendig sind!! Eine äusserst erfreuliche Nachricht, wenn man bedenkt, dass ein derartiger Spülvorgang, rein wirtschaftlich gesehen, Nachteile in der Höhe von mehreren Millionen allein auf Schweizer Seite bringt. Ähnliche Nachteile bestehen auch für die stromabwärts befindlichen französischen Kraftwerke und andere Benützer. Es ist nun zu erwarten, dass die weiteren Abklärungen zu einer Bestätigung der vorgeschlagenen Lösung führen werden und somit solche Spülungen der Vergangenheit angehören werden. Dies wäre eine eher seltene Situation, wo sich die eminenten wirtschaftlichen mit den fischereilichen und anderen umweltschonenden Vorteilen decken.

William Reiter

Ressort Ausstellungen

Die ungeraden Jahre sind bekanntlich die Vorbereitungsjahre für unsern grossen Auftritt an der Ausstellung "Fischen Jagen Schiessen" in Bern. Hier werden die Themen und das Konzept für unsere einzigartige Präsentation an diesem internationalen Anlass definiert. Dieses Zwischenjahr erlaubt uns auch, detailliert auf die Vorbereitungen einzugehen und die unterschiedlichen Varianten zu prüfen. Wir sind überzeugt, dass wir auch dieses Mal aktuelle Themen und Sichtweisen gewählt haben und sind gespannt auf Ihre Reaktion.

Von der "WEGA" erhielten wir eine Einladung, an der Weinfelder Herbstmesse teilzunehmen. Unter der Führung des Sportfischervereins Thur 4/5 - Markus Bosshart - konnte ein attraktiver Auftritt mit dem Stand des SFV an der "WEGA" organisiert werden. Dessen Betreuung wurde durch Mitglieder des Vereins sichergestellt, denen ich an dieser Stelle für ihren Einsatz danken möchte. Das Publikumsinteresse war gross. Für uns Fischer wurde eine neue Plattform gefunden, sich der Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir wünschen uns, dass dieses Modell in Zukunft vermehrt eingesetzt werden kann.

Wir hoffen, dass wir einen publikumswirksamen Auftritt an der "Fischen Jagen Schiessen 2004" in Bern präsentieren können und dass in den kommenden Jahren der SFV-Stand vermehrt an nationalen und lokalen Ausstellungen zum Einsatz kommt.

Marco Zimmermann

Aktions- und Kampffonds Fisch 2000

Das Jahr 2003 zeichnete sich nicht gerade als ein spendefreudiges Jahr aus! Nichts desto trotz hoffe ich aber, dass wir unserem Ansinnen, den finanziellen "Rücken" des SFV zu stärken, damit die geplanten Aktionen auch durchgeführt werden können, an unserer DV einen neuen Elan geben können. Ich hoffe daher auf einen äusserst spendefreudigen Mai im schönen Brunnen! Den Spendern des Jahres 2003 gebührt ein herzliches Dankschön.

Rolf Auer,
Zentralkassier

Ressort Information und PR

1 Schweizerische Fischerei-Zeitung / "Petri-Heil"
Die Schweizerische Fischerei-Zeitung - fischerei" (SFZ) als offizielles Publikationsorgan des SFV spielt weiterhin eine wichtige Rolle in der verbandsinternen Kommunikation. Sie erschien im Berichtsjahr im 111. Jahrgang wiederum als integrierender Bestandteil des Anglermagazins "Petri-Heil", dem offiziellen Medienpartner des SFV. In den elf Ausgaben des Jahrgangs 2003 wurden insgesamt 21 Seiten mit redaktionellen Beiträgen über die Verbandstätigkeit publiziert. Schwerpunkte waren die Berichterstattung aus den Zentralgremien über laufende Geschäfte, ferner Vernehmlassungen, offizielle Stellungnahmen, Rechtsfälle sowie News von den internationalen Organisationen, denen der SFV angehört. Themen aus dem Tätigkeitsbereich des SFV wurden, so weit sie von allgemeinem Leserschaftsinteresse waren, zusätzlich im allgemeinen redaktionellen Teil des Trägermediums publiziert.

Die Zusammenarbeit mit der Redaktion von "Petri-Heil" verlief wie gewohnt völlig problemlos. Den verantwortlichen Redaktoren Hansjörg Dietiker und Daniel Luther sei für diese kollegiale Kooperation und für ihre Bereitschaft, die wichtigsten Ereignisse der SFV-Kantonalverbände und -Vereine ebenfalls in ihren Spalten zu publizieren, bestens gedankt.

2 Internet
Die Homepage des SFV (www.sfv-fsp.ch) spielt sowohl in der verbandsinternen als auch externen Kommunikation eine immer bedeutendere Rolle. SFV-Webmaster Karl Brunner ist bestrebt, die Site fortlaufend auszubauen und in ihrem Auftritt zu optimieren. Sie wird mindestens einmal im Monat aktualisiert, im Bedarfsfall beim Vorliegen wichtiger Meldungen bzw. Dokumente auch häufiger. Eines Ausbaus bedarf nach wie vor der französische Teil der Website; hier fehlen die Inhalte der nur in deutscher Sprache erscheinenden SFZ. Deren Übersetzung konnte bislang aus finanziellen Gründen nicht erfolgen.

3 SFVnewsFSP
Im Berichtsjahr erschienen erneut zwei je 16 Seiten umfassende Nummern des verbandsinternen Publikationsorgans "SFVnewsFSP", jeweils in einer deutsch- und einer französisch-sprachigen Ausgabe. Wegen Problemen mit der Inseratakquisition musste allerdings das Erscheinungsdatum der Winterausgabe ins neue Jahr hinausgeschoben werden. Das seit dem Jahr 2002 erscheinende Magazin ist als Kommunikationsmittel für die Kantonalverbände, die Vereine und deren Organe sowie ein weiteres interessiertes Fachpublikum gedacht. Neben wichtigen Verbandsnachrichten wurden wiederum Inhalte publiziert, die in der SFZ nicht erschienen. Inhaltliche Doppelspurigkeiten mit der SFZ sind allerdings unumgänglich: Da leider immer noch nicht alle Chargierten der Vereine und Kantonalverbände Abonnenten von "Petri-Heil/SFZ" sind, müssen die für die Gesamtheit der SFV-Mitgliedschaft relevanten Verbandsinformationen zwingend auch in den "SFVnewsFSP" erscheinen.

Hans Ulrich Büschi

SFV-Shop

Im Jahre 2003 konnten dem Verband rund 19'000 Franken aus dem Cashflow abgeliefert werden, eine Saldo-Zahl, die in der Verbandsrechnung im Ertragskonto erscheint. Die Anzahl der Postsendungen (Pakete und Briefe) erreichte erstmals die Marke von 400. Rund die Hälfte der Bestellungen erhalten wir per Internet. Wichtigster Umsatzträger ist nach wie vor unsere Jungfischerbroschüre "Guide", wovon mehr als 9'000 Stück abgesetzt wurden. Mitte Jahr kamen die neuen SFV-Jasskarten, Sujet Äschen, ins Sortiment. Von der Auflage von 3'800 Stück ist der grösste Teil inzwischen bereits verkauft. Gerade noch rechtzeitig vor Weihnachten konnte das neue Poster "Die Fische der Schweiz" an unsere Kundschaft ausgeliefert werden. Der bekannte Tierfotograf Michel Roggo lieferte qualitativ ausgezeichnete Fotos zur Darstellung der Fische. Das farbenprächtige Poster ist bei den Fischerinnen und Fischern auch sehr gut aufgenommen worden. Es handelt sich um ein Gemeinschaftsprojekt von WWF, BUWAL und SFV. Wir danken Andreas Knutti vom WWF für die Gesamtleitung und dem BUWAL für die finanzielle und fachliche Unterstützung.

Der Neudruck von Jungfischerbroschüre und Poster wird unser Budget 2004 entsprechend belasten. Die Ablieferung an die Verbandskasse dürfte deshalb erst im Jahre 2005 wieder den üblichen Rahmen erreichen.

Ich habe den SFV-Shop 1994 gegründet und seither persönlich geführt. In diesen 10 Geschäftsjahren konnte dem SFV die Summe von insgesamt mehr als 110'000 Franken abgeliefert werden. Zu diesem kleinen Jubiläum möchte ich Ihnen, liebe Fischerinnen und Fischer, im Namen des SFV für die Kundentreue bestens danken.

Ruedi Hauser

ONLINE-DOSSIERS

Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

Das Argumentarium zur Pestizid- und Trinkwasserinitiative

Dossier Doubs

Online Dossier zur Rettung des Doubs

Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

Online-Dossier zum Fisch des Jahres 2017

FISCHER MACHEN SCHULE

Exkursionsprogramm des SFV für Schulen

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