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21. Oktober: Zahltag!

Am 21. Oktober finden eidgenössische Wahlen statt. «Wahltag ist Zahltag!», sagt das Sprichwort. Wir FischerInnen haben es zumindest teilweise in der Hand, dass dieser Spruch Tatsache wird.

«Lust auf einen Sitz im Parlament?» steht auf diesem Plakat an dem wegen Umbauarbeiten immer noch verhüllten Bundeshaus. Die FischerInnen haben mehr als blosse Lust: Sie wollen mindestens einen Sitz! Nun gilt es zu handeln.

Die Sport- und Berufsfischerei ist seit längerer Zeit nicht mehr direkt im eidgenössischen Parlament vertreten. Nahmen in früheren Zeiten mit schöner Regelmässigkeit die jeweiligen SFV-Präsidenten dort Einsitz, ist seit dem Rücktritt von Kurt Meyer nie mehr ein Mitglied eines dem SFV angeschlossenen Kantonalverbands oder Vereins unter der Bundeskuppel aufgetaucht. Zwar wurde 1995 mit dem Genfer FDP-Vertreter John Dupraz ein Hobby-Seefischer in den Nationalrat abgeordnet. Er machte jedoch in fischerei- bzw. gewässerschutzpolitischer Hinsicht nie von sich reden. Am Ende der laufenden Amtszeit tritt er zudem zurück.

Ebenfalls nicht viel gemerkt hat man von den insgesamt 24 «EidgenossenInnen», die dem Patronatskomitee der Gewässerschutz-Dachorganisation Aqua Viva angehören. Erst in allerjüngster Zeit hat man von ihnen gehört, vorab Negatives: Der Bündner CVP-Nationalrat Sep Cathomas z.B. will per Motion alle gewässerrelevanten Gesetze in einem einzigen Erlass zusammenfassen und vor allem die Bewilligungsverfahren für Wasserentnahmen «straffen». Verlierer wären Gewässer mit Restwasserregime. Unter den Mitunterzeichnern dieser unseligen Motion findet man weitere Aqua-Viva-Patronatsmitglieder, so den obersten Vogelschützer der Nation, Nationalrat Ruedi Aeschbacher, und seinen Grünliberalen Zürcher Kollegen Martin Bäumle. Mit andern Worten: Auf Aqua-Viva-Leute ist, von Ausnahmen abgesehen, in gewässerschützerischer bzw. fischereilicher Hinsicht nur bedingt Verlass.

Für die Wahlen 2007 muss deshalb die Losung lauten: Wir FischerInnen wollen mindestens ein von uns getragenes Mitglied im neuen Parlament.

Da die Kantone die Wahlkreise bilden, sind vor allem die Kantonalverbände gefordert. Sie sind aufgefordert, in ihren Reihen nach Persönlichkeiten Ausschau zu halten, die Gewähr bieten, im Fall ihrer Wahl die Interessen der Fischerei und des Gewässerschutzes ohne Wenn und Aber zu vertreten. Die Kantonalverbände und ihre Vereine können solche Leute im Wahlkampf tatkräftig unterstützen, sei es durch den Versand von Werbematerial an die Mitglieder sowie Freunde und Bekannte, durch Empfehlungsschreiben, Mund-zu-Mund-Proganda, Leserbriefe u.a.m. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt; die Zeit jedoch drängt.

Der SFV sammelt die Namen der von Kantonalverbänden unterstützten KandidatInnen. Diese werden mit einer Wahlempfehlung auf der Homepage aufgeschaltet. Meldungen bitte an: Schweiz. Fischerei-Verband, Postfach 8218, 3001 Bern oder per Email an: webmaster(at)sfv-fsp.ch (Meldeschluss: 30. September).


SFV-Geschäftsleitung mit neuem Ressort

Die SFV-Geschäftsleitung hat ihre Aufgabenverteilung überprüft und ein neues Ressort «Sponsoring und Fundraising» beschlossen.

An der Delegiertenversammlung vom vergangenen 5. Mai in Olten wurden Roland Seiler und Laurent Giroud neu in die Geschäftsleitung gewählt, zusammen mit Albert Demut, der als Nachfolger von Rolf C. Auer das Amt des Zentralkassiers übernahm. In Zukunft muss der Verband zusätzliche finanzielle Mittel beschaffen. Dies soll namentlich mittels Sponsoring und zielgerichteten Fundraisingaktionen geschehen. Zu diesem Zweck beschloss die GL, ein neues Ressort zu schaffen, dessen Leitung Roland Seiler übertragen wurde.

Die Beschaffung zusätzlicher Ressourcen ist in der Tat überaus dringend: Der Ertrag der im Vergleich zu zielverwandten nationalen Dachorganisationen wie Pro Natura und WWF oder JagdSchweiz überaus bescheidenen Mitgliederbeiträge von sieben Franken pro Jahr reicht immer weniger aus, um neben den ordentlichen Ausgaben auch jene Kosten zu decken, die nicht durch die Kerntätigkeit des Verbands im engeren Sinn entstehen. Es sind dies vor allem Aufwendungen im Zusammenhang mit politischen (z.B. Prädatorenproblem, Tierschutzgesetzgebung u. dgl.) und juristischen Aktivitäten (Rechtsbegehren, Einsprachen u.a.m.), die im Einzelfall den Beizug externer Fachexperten mit entsprechenden Kostenfolgen erheischen. Auch die Weiterbearbeitung der SFV-Initiative «Lebendiges Wasser» wird erhebliche Finanzmittel binden. Angesichts der bisher enttäuschenden Ergebnisse der freiwilligen Sammelaktion zu Gunsten des eigens zur Finanzierung dieses Volksbegehrens geschaffenen SFV-Kampffonds (sog. Zehnernötliaktion) ist eine zusätzliche Finanzierungsaktion nicht auszuschliessen. Schliesslich sei die Jubiläums-DV zum 125jährigen Bestehen des SFV vom 10. Mai 2008 in Interlaken erwähnt. Deren Finanzierung will Seiler mittels Sponsoringerträgen sicherstellen.

Gesichert und via Budget 2007 von der DV bewilligt sind die Aufwendungen für die Geschäftsstelle des SFV. Im Sinn einer befristeten Übergangslösung amtiert seit dem vergangenen 1. März Zentralpräsident Werner Widmer als interimistischer Geschäftsführer. Er soll nach Meinung der Geschäftsleitung für den damit verbundenen, erheblichen Arbeits- und Zeitaufwand angemessen entschädigt werden. Dem Zentralvorstand wird entsprechend Antrag gestellt. Für die administrativen Belange steht Widmer ein externes Büro mit Helena Diggelmann zur Seite.

Das Ausbildungswesen wird in Zukunft einen noch höheren Stellenwert aufweisen als bisher. Neben der Förderung der Jungfischerausbildung wird vor allem der künftige Sachkundenachweis zu einer neuen Daueraufgabe des SFV. Laurent Giroud wird sich schwergewichtig der Ausbildung in der französischen Schweiz annehmen. Die Position des oder der Ausbildungsverantwortlichen für die deutsche Schweiz ist derzeit vakant. Die Suche nach einer geeigneten Persönlichkeit ist im Gang. Die Evaluation eines neuen Geschäftsführers bzw. Geschäftsführerin ist vorbereitet. Diese Stelle wird demnächst öffentlich ausgeschrieben.


Tierschutzverordnung: Leicht entschärft

Die kommende Tierschutzverordnung dürfte nicht ganz so «fischereifeindlich» ausfallen, wie von den Autoren im Bundesamt für Veterinärwesen ursprünglich geplant.

Zur Erinnerung: Nach der Gutheissung des neuen Tierschutzgesetzes durch die eidgenössischen Räte wurde eine Totalrevision der Tierschutzverordnung (TSchV) nötig. Nicht zuletzt unter dem Druck der Tierschutzkreise nahm das für Tierschutzangelegenheiten zuständige Bundesamt für Veterinärwesen (BVet) auch die Fischerei unter die Lupe. Das Ergebnis dieser Bemühungen ist bekannt: Der erste Entwurf der überarbeiteten Verordnung war mit einer Fülle von Vorschriften gespickt, die aus der Sicht des Angelsports entweder sachlich falsch bzw. überflüssig waren oder schlicht als Schikane empfunden wurden. Dementsprechend klipp und klar war denn auch die Reaktion des Schweizerischen Fischerei-Verbands: «So nicht!»

Auch in Zukunft sollen Besatzmassnahmen möglich sein. Das BVet hat dem SFV-Wunsch stattgegeben.

Verbesserungen
Nach zwei Gesprächsrunden zwischen SFV und BVet lässt sich zusammenfassend, jedoch ohne Begeisterung feststellen, dass einige als besonders einschränkend, ja widersinnig empfundene Bestimmungen des neuen Erlasses entschärft wurden. Dies vor allem dank dem Engagement des vom SFV als externer Fachexperte beigezogenen Veterinärmediziners (und engagierten Anglers) Matthias Escher. So konnte namentlich erwirkt werden, dass die Aufzucht von Besatzfischen in Aufzuchtbächen durch Fischereivereine weiterhin ohne Bewilligungs- und Ausbildungspflicht möglich ist. Hingegen müssen auch nicht gewerbsmässige Betreiber von Brutanstalten einen «Sachkundenachweis» erbringen. Dieser soll erfahrenen Fachleuten auf Empfehlung der Fischereiaufsicht bzw. -verwaltung durch die Kantonstierärzte ausgestellt werden können. Nicht verboten werden soll auch das kurzfristige Hältern gefangener Fische (Abtransport im Lagel), trotz der neuen Vorschrift, die für den Verzehr bestimmten Fische unverzüglich zu töten. Auch Köderfische dürfen weiterhin lebend gehältert werden. Hingegen ist es verboten, Fische für die Haltung in Aquarien oder Teichen zu angeln. Verhindert werden konnte ferner ein indirektes Besatzverbot selbst in Gewässern, in denen die natürliche Fortpflanzung wegen Beeinträchtigungen des Lebensraums unmöglich ist.

Widerhakenverbot
Die neue TSchV wird mit grösster Wahrscheinlichkeit ein generelles Widerhakenverbot enthalten, mit Ausnahmen für die Seefischerei (Hegene und Schleppangel) und für weitere, noch zu präzisierende Einzelfälle. Wie beim ebenfalls aus Tierschutzgründen erlassenen Verbot des lebenden Köderfischs sollen die Kantone diese Ausnahmen festlegen. Auch das «Catch and release» wird verboten, im Wissen darum, dass es dafür keine Kontrollmöglichkeiten gibt. Das Ausscheiden von «Catch-and-release»-Strecken wird jedenfalls verunmöglicht.

So besehen, fällt die Zwischenbilanz der SFV-Bemühungen durchzogen aus. Leider ist es nicht gelungen, die als wichtig und nötig erachteten Tierschutzvorschriften von der TSchV in die Fischereivorschriften von Bund und Kantonen zu verlagern bzw. Doppelspurigkeiten zwischen Tierschutz- und Fischereiregelungen zu vermeiden. Der Hinweis auf den künftig obligatorisch zu erbringenden «Sachkundenachweis» über tierschutzgerechtes Fischen vermochte das BVet nicht zu einer Änderung seiner Marschrichtung zu bewegen. Der Einsatz und die detaillierte Auseinandersetzung mit der TSchV haben sich dennoch gelohnt, selbst wenn heute noch nicht sicher ist, dass wirklich alle vom SFV erkämpften Verbesserungen in die definitive Fassung der Tierschutzverordnung Eingang finden werden.

ONLINE-DOSSIERS

Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

Das Argumentarium zur Pestizid- und Trinkwasserinitiative

Dossier Doubs

Online Dossier zur Rettung des Doubs

Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

Online-Dossier zum Fisch des Jahres 2017

FISCHER MACHEN SCHULE

Exkursionsprogramm des SFV für Schulen

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