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"Wir werden gewinnen!"

"Wir werden gewinnen!" So betitelte der SFV-Zentralpräsident im Brustton des Überzeugten seinen Leitartikel in der jüngsten Ausgabe der SFV-News. Siegesgewiss gab er sich nach der Übergabe der SFV-Volksinitiative "Lebendiges Wasser" im Bundeshaus auch vor den Medien.

Der 3. Juli 2006 wird ohne Zweifel in die Geschichte des SFV eingehen. An diesem strahlend schönen Sommertag überreichte eine stattliche SFV-Delegation im Bundeshaus die 162'511 beglaubigten Unterschriften, die für die Renaturierungsinitiative gesammelt worden waren. Laut Bundeskanzlerin Annemarie Huber-Hotz wurde damit der langjährige Unterschriftendurchschnitt beträchtlich überboten. Das von der Bundeskanzlei am 25. Juli publizierte, amtlich beglaubigte Schlussresultat lautet auf 161'836 gültige Unterschriften. Lediglich 0,5% der Unterschriften mussten somit bei der Nachzählung als ungültig ausgeschieden werden. Weit weniger seriös hatten die Leute gearbeitet, die Unterschriften für die Anti-Verbandsbeschwerde-Initiative der FDP sammelten: Nahezu 3% der bloss 122'385 Signaturen waren nicht valabel, gut 10'000 Franken an Sammelprämien (3 Fr./Unterschrift!) in den Sand gesetzt.

Aus eigener Kraft
Gegen 102'000 Unterschriften haben die SFV-Kantonalverbände bzw. deren Vereine sowie die übrigen angeschlossenen Organisationen beigebracht. Weitere 18'160 Unterschriften, die ebenfalls aus Fischerkreisen stammen, ergab der Petri-Heil-Wettbewerb. Somit vermochten die Fischer aus eigener Kraft das für das Zustandekommen einer Volksinitiative nötige Quorum von 100'000 Unterschriften zu erreichen, auch unter Berücksichtigung der "Ausfallquote" von 0,5%. Die übrigen, von den befreundeten Organisationen Pro Natura, WWF und Greinastiftung sowie von Mitgliedverbänden der Aqua Viva rund 42'000 gesammelten Unterschriften bildeten sozusagen das "Sahnehäubchen". Es verlieh dem Sammelergebnis zusätzlichen Glanz und sorgte vor allem für die deutliche Distanzierung der FDP-Initiative. Als politisches Signal ist dieser zahlenmässige Unterschied nicht zu verachten.

Polit-Druck erhöht
Dieser Auffassung gab an der Medienkonferenz nach der Unterschriftenübergabe auch SFV-Präsident Werner Widmer Ausdruck: "Die hohe Zahl der Unterschriften stimmt uns zuversichtlich, dass Bundesrat, National- und Ständerat dem Volksbegehren respektvoll begegnen werden. Sehr zuversichtlich sind wir im Blick auf eine allfällige Volksabstimmung. Unser Volk wird das Begehren (...) mit grosser Wahrscheinlichkeit gutheissen," versicherte er. Ähnlich tönte es seitens der Vertreter der Umwelt- und Naturschutzorganisationen. Die SFV-Initiative komme "genau richtig". Sie bringe die dringend benötigte Bewegung in eine blockierte (Restwasser-)Diskussion, betonte Beat Jans (Pro Natura). Thomas Vellacott (WWF) begrüsste den nunmehr wachsenden Druck auf Politik, Behörden und Wasserkraftwerke, sich für naturnahe Fliessgewässer bzw. deren Revitalisierung einzusetzen.

Grosses Medienecho
Positiv auch das schweizweite Medienecho, sowohl in den Print- als auch in den elektronischen Medien. Erneut schaffte es ein SFV-Event in die Hauptausgaben der Tageschau und in die Hauptnachrichtensendungen der Service-Public-Radiokanäle der SRG. Für die profitorientierten Privatsender war das Ereignis hingegen kein wichtiges Thema. Nicht einmal das in Bern domizilierte Privatfernsehen "Telebärn" fand es für nötig, eine Kameraequipe vor Ort zu entsenden. Dort boten die von SFV-Ehrenmitglied Walter Gasser ideenreich und perfekt organisierte "Übergabezeremonie" auf der Bundesterrasse und der kurze Umzug vom Bundesplatz her sehr wohl attraktive Bilder. Der Kameramann des SRG-Bundeshausstudios und die Fotoreporter kamen jedenfalls auf ihre Rechnung.

Auch die Zeitungskommentare waren grundsätzlich positiv und zeugten von viel Verständnis für die Anliegen der Initiative. Einzig der Kommentator des in Biel erscheinenden "Journal du Jura" fühlte sich bemüssigt, die Argumentation der Kraftwerkbetreiber zu kolportieren und die Initiative als unzeitgemäss und überflüssig, ja als geradezu gefährlich abzuqualifizieren.

Fazit: Der erste Akt des ehrgeizigen Unterfagens ist mit Applaus über die Bühne gegangen. Die nun folgenden Akte - Behandlung im Parlament, ev. Abstimmungskampf - sind mindestens ebenso wichtig und anspruchsvoll. Um auch ihnen zum Erfolg zu verhelfen, benötigt der SFV dringend Geld: Die "Zehnernötliaktion" ist noch lange nicht abgeschlossen, noch fehlen rund 150'000 Franken (s. Grafik). SFV-Kassier Rolf C. Auer nimmt diese Spenden (im Gegenwert von drei Kaffee crème bzw. drei Stangen) mit Vergnügen entgegen.


Fischer und Jäger: Engere Zusammenarbeit

Die schweizerischen Dachverbände der Fischer und Jäger wollen in Zukunft enger zusammenarbeiten. Die SFV-Geschäftsleitung unterstützt diese Absicht.

Am vergangenen 22. Juni trafen sich in Zürich die Spitzen der beiden Dachorganisationen SFV und JagdSchweiz. Die Fischer wurden von Zentralpräsident Werner Widmer und Vizepräsident Martin Peter (selber ein aktiver Jäger), die Jäger von Präsident Jon Peider Lemm, Vizepräsident Thomas Petitjean und Sekretär Marco Giacometti vertreten. Das Treffen diente der Analyse der Zusammenarbeit im Zusammenhang mit der mittlerweile gescheiterten Initiative zur Abschaffung der Jagd und der Hobbyfischerei. Die Verbandspitzen hielten fest, die gemeinsame Verhaltensstrategie gegenüber den Initianten sei aufgegangen, ebenso die vorsorgliche Planung einer allfälligen Abstimmungskampagne. Dieses Kapitel konnte endgültig geschlossen werden, sehr zur Genugtuung der beiden Verbände: Ihnen blieb eine unerfreuliche, weil stark emotional belastete politische Auseinandersetzung erspart.

Die Zusammenarbeit der Fischer und Jäger soll auf der Grundlage der bisherigen Erfahrungen intensiviert werden. Zwar sind gemeinsame Auftritte bei gewissen Gelegenheiten bereits die Regel (z.B. bei der Ausstellung Fischen Jagen Schiessen). Angesichts der identischen Zielsetzungen in Bezug auf die Erhaltung der Artenvielfalt, die Pflege der Lebensräume und die nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen wird jedoch eine Vertiefung der gegenseitigen Beziehungen als wertvoll erachtet.

SFV-Ausbildung und -Messewesen

Die Arbeitsgruppe Sachkundenachweis, vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) im Hinblick auf die Inkraftsetzung der entsprechenden Bestimmungen der revidierten eidgenössischen Fischereiverordnung eingesetzt, hat am 5. Juli ihre letzte Plenarsitzung abgehalten. Der SFV war durch Ausbildungschef Rudolf Hauser vertreten. Das BAFU wird nun die entsprechenden Ausbildungsunterlagen ausarbeiten und die organisatorischen Vorkehren für die Ausbildung angehender Patentbezüger treffen. Der SFV bzw. die Kantonalverbände und ihre Vereine sind in diesem Zusammenhang ebenfalls gefordert.

Der SFV will auch die Jungfischerausbildung intensivieren. Wie gemeldet, sollen an einer Ausbildungstagung vom kommenden 25. November in Olten Grundlagen für die künftige Ausbildungstätigkeit erarbeitet werden. Alle SFV-Vereine haben einen entsprechenden Fragebogen erhalten. Die GL ersucht die Vereinsvorstände, diese ausgefüllt zurückzusenden, unter gleichzeitiger Anmeldung eines Ausbildungsverantwortlichen für diesen (deutschsprachigen) Anlass. Eine analoge Veranstaltung für die Westschweiz wird später durchgeführt. Kontaktadressen: Rudolf Hauser, Obriedenstr. 10, 6463 Bürglen, Tel. 041 870 68 56 (deutsch und französisch); Rolf Schatz, Sihltalstrasse 60, 8135 Langnau a/A. Tel. 079 413 29 46 (deutsch).

Der SFV-Fliegenfischerkurs vom 25. bis 28. Mai in Alt St. Johann konnte unter der Leitung von Peter Fischer und Werner Glanzmann von lediglich 12 Personen besucht werden: Ein lokaler Grossanlass nötigte zu einer drastischen Beschränkung der Teilnehmerzahl. Der nächste Kurs findet über die Auffahrtstage 2007 statt. Der SFV ist bestrebt, die Brevetierung von Fliegenfischer-Instruktoren zu intensivieren.

Die heuer erstmals durchgeführte Ausstellung NATUR 1/06 im Rahmen der MUBA soll fortan jedes Jahr stattfinden. Der Besuchererfolg (40'000 Personen gegenüber rd. 30'000 an der Fischen Jagen Schiessen) hat die Organisatoren dazu ermuntert. Gemäss Beschluss der GL steht einer weiteren Beteiligung des SFV nichts im Weg, sofern der baselstädtische Verband für die personellen und das BAFU für die finanziellen Voraussetzungen sorgen. Die entsprechenden Abklärungen sind im Gang.

ONLINE-DOSSIERS

Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

Das Argumentarium zur Pestizid- und Trinkwasserinitiative

Dossier Doubs

Online Dossier zur Rettung des Doubs

Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

Online-Dossier zum Fisch des Jahres 2017

FISCHER MACHEN SCHULE

Exkursionsprogramm des SFV für Schulen

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