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Strukturdiskussion im Zentralvorstand

Die SFV-Strukturreform, die SaNa-Ausbildung, das Fischorama-Projekt und die verbandsinterne Information bildeten die Schwerpunkte der Herbstsitzung des SFV-Zentralvorstands.

 

Die DV 2007 hat Geschäftsleitung und Zentralvorstand beauftragt, die SFV-Strukturen zu überprüfen und, wo nötig und sinnvoll, anzupassen. Eine Arbeitsgruppe unter der Leitung von GL-Mitglied Roland Seiler betreut das komplexe Dossier, das - so die Zielsetzung - an der Delegiertenversammlung vom 9. Mai 2009 mit der Verabschiedung neuer Verbandsstatuten abgeschlossen werden soll.

Das soll es in Zukunft nicht mehr geben: Im Bild die denkwürdige Abstimmung über die Lancierung der Volksinitiative «Lebendiges Wasser» anlässlich der DV 2004 in Brunnen.

Um die Reformarbeit zielgerichtet weiterführen zu können, legte die Arbeitsgruppe dem Zentralvorstand (ZV) Fragen zur künftigen Ausgestaltung und Funktion der DV bzw. des ZV und der Geschäftsleitung (GL) vor. Gemäss ZV-Beschluss soll die heutige DV durch den ZV abgelöst werden, dem auch die DV-Kompetenzen, namentlich im Finanz- und Budgetbereich, übertragen würden. Die DV ihrerseits soll durch periodisch stattfindende Fischerfeste und Fachtagungen ersetzt werden.

In Bezug auf die künftige Grösse der Geschäftsleitung legte sich der ZV noch nicht fest. Zur Diskussion stehen diverse Varianten mit fünf bis neun Mitgliedern. Fest steht jedoch, dass die GL von Kompetenzteams unterstützt werden soll, analog der bestehenden Prädatorenkommission. Viel zu reden gab die Frage, ob der SFV inskünftig unter neuem Namen auftreten soll. Der recht kontroverse Meinungsaustausch führte zu keinem eindeutigen Ergebnis. Die Arbeitsgruppe wird diese Frage weiter behandeln.

Abgerundet wurden die engagierten Diskussionen mit der Zustimmung zur Einführung der Gönnermitgliedschaft, zur Reorganisation bzw. Zusammenfassung der drei im SFV bestehenden Fonds und zur möglichst raschen Schaffung einer zentralen Adressenverwaltung. Im Hinblick auf die eventuell nötig werdende Abstimmungskampagne zur SFV-Initiative «Lebendiges Wasser» ist eine zentrale Adressendatenbank von grösster Bedeutung.

SaNa und Fischorama
Über den Stand der Vorbereitungen des am 1. Januar 2009 in Kraft tretenden Obligatoriums für den Sachkundenachweis (SaNa) orientierte Hansjörg Dietiker als Verteter des Netzwerks Anglerausbildung. Das deutschsprachige Lehrmittel liegt vor und kann beim Netzwerk (Postfach 262, 8855 Wangen; Tel. 055 450 50 63; http://www.anglerausbildung.ch/) zum Preis von CHF 40.- bezogen werden. Das französische Lehrmittel «Connaissance de la pêche» wird in allernächster Zukunft folgen und kann beim Secrétariat romand de la FSP (case postale 106, 1018 Lausanne 18; Tel. 021 646 64 90, Fax 021 646 64 89; secretariat.romand(at)sfv-fsp.ch) angefordert werden. Die italienische Version wird vorderhand nur online angeboten. Auch das überarbeitete bzw. mit den SaNa-Inhalten ergänzte Lehrmittel für das Sportfischer-Brevet ist erhältlich. Das Kurssystem des SFV ist aufgegleist, neun Regionalleiter sind operationell, die kantonalen SaNa-Instruktoren werden derzeit ausgebildet. Die logistische Infrastruktur mit zwei Sekretariaten steht ebenfalls bereit. Es kann somit losgehen.

Noch nicht so weit ist das vom Büro Aqua-Sana (Inhaber: Dr. Matthias Escher) konzipierte Projekt «Fischorama». Ziel und Zweck des Vorhabens ist es, die Fische der Schweiz in ihrem natürlichen Lebensraum zu zeigen und näher zu bringen (Details s. http://www.fischorama.ch/). Eine Stiftung soll die Trägerschaft dieses Informationszentrums übernehmen, das eventuell in Neuhausen SH realisiert werden könnte, wo geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung stünden. Gefördert wird das Vorhaben u.a. vom 111er Club. Gemäss Antrag der GL beschloss der ZV, das ehrgeizige Projekt ebenfalls zu unterstützen.

Newsletter statt SFV-News
Um die verbandsinterne Information zu verbessern, beschloss der ZV die Herausgabe eines elektronischen Newsletters anstelle der bisher periodisch erscheinenden «SFV-News» für Vereinskader. Der Newsletter kann von jedermann gratis abonniert werden. Er soll in der Regel sechsmal jährlich erscheinen, im Bedarfsfall auch häufiger. Die Aktualität der Verbandsinformationen wird auf diese Weise nachhaltig erhöht. Gleichzeitig können erhebliche Kosten (Druck, Porti) eingespart werden. Detailinformationen folgen nach Abschluss der Vorarbeiten.

Abgerundet wurde die ZV-Sitzung durch einen Tour d'horizon des Geschäftsführers - er hat mittlerweile verschiedenen Kantonalverbänden Besuche abgestattet und sich in die hängigen Geschäfte eingearbeitet - und einer Orientierung von Präsident Werner Widmer über den Stand der Ständeratsbehandlung der SFV-Initiative «Lebendiges Wasser» (vgl. Separatbericht). Zu den Themen «Fisch fressende Vögel» und «Verbandsbeschwerderecht» (bzw. eidg. Volksabstimmung vom 30. November) hat der SFV Positionspapiere erarbeitet (vgl. Separatbericht).


Teilerfolg für SFV-Initiative

Bloss ein Teilerfolg für die SFV-Initiative «Lebendiges Wasser»: Der Ständerat hat sich zwar für Renaturierungen von Fliessgewässern ausgesprochen, im gleichen Atemzug aber die geltenden Restwasservorschriften verwässert. Ungeklärt bleibt die Finanzierung von Renaturierungen.

Das Positive vorweg: Indem der Ständerat oppositionslos mit 36 Stimmen den von seiner UREK-Kommission unter der Leitung von Filippo Lombardi (CVP,TI) ausgearbeiteten indirekten Gegenvorschlag verabschiedete, hat er sich unmissverständlich für eine zielgerichtete Renaturierungspolitik ausgesprochen. Diese beinhaltet auch die Entschärfung der Schwall/Sunk-Problematik und die Wiederherstellung des Geschiebetriebs. Deren Finanzierung wird durch eine Abgabe von 0,1 Rp./kWh auf den Übertragungskosten gesichert. Eher als Lippenbekenntnis empfunden wird demgegenüber die Zusicherung von Bundesbeiträgen in der Höhe von 65 Prozent der Kosten für eigentliche Renaturierungen: Auf dem Budgetweg können diese Mittel jederzeit gekürzt oder sogar verweigert werden.

 

Sündenfall Restwasser
Als eigentlicher Sündenfall sind die Restwasser-Beschlüsse zu bezeichnen: So sollen Gewässer über 1500 m ü.M. (bisher 1700 m ü.M.) von der Restwasserpflicht ausgenommen werden. Und auch sonst will die Kleine Kammer die geltenden Minimalvorschriften verwässern. Dieser Rückschritt ist völlig inakzeptabel. Dass die Kleine Kammer für das Antrags- und Beschwerderecht kein Gehör haben würde, stand hingegen von allem Anfang an fest.

Eine Delegation des SFV bzw. des Vereins «Ja zu Lebendigem Wasser» erläutert im Bundeshaus UREK-Präsident Filippo Lombardi ihre Haltung zum Gegenvorschlag des Ständerats. Von links: F. Lombardi, SFV-Präsident Werner Widmer, Felix Wirz (Büro ecopolitics), SFV-Vizepräsident Hans-Ulrich Büschi, Andreas Knutti (WWF). Nicht im Bild: SFV-Geschäftsführer Philipp Sicher.

Die Initiative selber hatte ebenfalls keine Chance: Sie wurde mit 23:6 Stimmen (SP, Grüne, Grünliberale) abgelehnt. Mehrere Ratsmitglieder enthielten sich der Stimme, behielten sich damit eine spätere Unterstützung des Volksbegehrens vor, falls der Nationalrat die gravierenden Mängel nicht behebt. Gisèle Ory (SP,NE) hatte die Initiative zur Annahme empfohlen. Für deren Anliegen ins Zeug legten sich auch Simonetta Sommaruga (SP,BE), Verena Diener (GLP,ZH), Robert Cramér (Grüne, GE) und Erika Forster (FDP,SG). Der «aktive Fischer mit mässigem Erfolg» Rolf Büttiker (FDP,SO) zeigte demgegenüber null Verständnis!

 

Eine SFV-Delegation sprach im Vorfeld sowie am Tag der Plenumsdebatte mit zahlreichen Ratsmitgliedern, darunter F. Lombardi, der die Diskussionen in der UREK des Nationalrats begleiten wird. Ihm wurde die Meinung des SFV vor allem in Bezug auf die Restwasserfrage sehr genau dargelegt und auf den Weg in die Grosse Kammer mitgegeben.


Der SFV zu Prädatoren und Verbandsbeschwerde

In zwei Positionspapieren nimmt der SFV zum Problem der Fisch fressenden Vögel und zur eidgenössischen Abstimmung vom 30. November über das Verbandsbeschwerderecht Stellung.

BAFU und SFV befürworten Regulierungsmassnahmen auch auf den Brutinseln im Fanel-Schutzgebiet.

«Vogelschützer auf Abwegen», lautet der Titel des Positionspapiers zum Problem der Fisch fressenden Vögel. Es stellt eine Replik zum Positionspapier des Schweizer Vogelschutzes (SVS, Birdlife Schweiz) dar, das sich für den absoluten Vogelschutz stark macht und jegliches Bestandesmanagement kategorisch ablehnt.

Das SFV-Papier lässt die internationalen und nationalen Rechtsgrundlagen sowie ein Rechtsgutachten zum Thema Revue passieren und gelangt zusammenfassend zum Schluss: «Rechtlich sind Bund und Kantone verpflichtet, die Artenvielfalt zu erhalten. Dazu können sie geeignete Massnahmen ergreifen, zum Beispiel den Schutz einzelner Arten oder das Bestandesmanagement von Tierpopulationen. Bund und Kantone sind (hingegen. Red.) nicht verpflichtet, bestimmte Arten absolut zu schützen. Sie dürfen keine Art zulasten von anderen Arten absolut schützen. Ist eine Art von einem Überbestand an Prädatoren bedroht, so müssen Bund und Kantone eingreifen und den Prädatorenbestand regulieren.»

An die Adresse des SVS wird ausgeführt, das Festhalten am Schutz namentlich der Kormoranbrutkolonien verstosse gegen das geltende Recht. «Wer derartige Standpunkte vertritt, verliert an Glaubwürdigkeit als Naturschützer. Er ist als fundamentalistischer Anwalt einzelner Arten entlarvt, der keine Verantwortung gegenüber anderen Arten und dem Ökosystem kennt.»

Im zweiten Papier begründet SFV-Präsident Werner Widmer, weshalb der SFV die FDP-Initiative zur faktischen Abschaffung des Verbandsbeschwerderechts strikt ablehnt und inständig dazu aufruft, am 30. November ein Nein in die Urne zu legen. Beide Papiere sind im Wortlaut auf der Homepage publiziert und können heruntergeladen werden (s. Willkommensseite).

ONLINE-DOSSIERS

Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

Das Argumentarium zur Pestizid- und Trinkwasserinitiative

Dossier Doubs

Online Dossier zur Rettung des Doubs

Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

Online-Dossier zum Fisch des Jahres 2017

FISCHER MACHEN SCHULE

Exkursionsprogramm des SFV für Schulen

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