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ZV verabschiedet Reform-Grundsätze

Konzentration auf Kernaufgaben, Verbesserung der eigenen Fachkompetenz, Intensivierung der Kommunikation: So lauten die Grundsätze der SFV-Strukturreform.

An einer ganztätigen Sitzung in Olten hat der Zentralvorstand (ZV) am 20. Januar die Grundsätze der Strukturreform «SFV.2020» verabschiedet. Diesem Konsens vorausgegangen war eine mehrstündige, intensive und teilweise kontrovers geführte Diskussion. Dabei kamen die im Rahmen einer Umfrage bei den ZV-Mitgliedern zutage getretenen Meinungsverschiedenheiten erneut zum Ausdruck.

Unterschiedliche Auffassungen manifestierten sich auch in Bezug auf das optimale Vorgehen. So blieb beispielsweise bis Sitzungsschluss die wohl zentrale Frage unbeantwortet, nach welchen Parametern sich das Projekt «SFV.2020» (das allerdings bereits ab 2008 Realität werden soll) auszurichten hat: nach den real vorhandenen finanziellen und personellen Mitteln oder nach den als wichtig beurteilten Aufgaben und Massnahmen.

Engagiert führte Rudolf Hauser durch die Klippen und Fährnisse der Reformdiskussion (Archivbild SFZ)

Vernehmlassungen
Es war vorab das Verdienst Rudolf Hausers, dass die Sitzung mit dem schliesslich einmütig verabschiedeten Grundsatzpapier einen positiven Abschluss fand. Im Auftrag der Geschäftsleitung (GL) hatte Hauser in den vergangenen Monaten «mit einem 50-Prozent-Pensum» (so SFV-Präsident Werner Widmer) die ausserordentliche ZV-Sitzung umsichtig und fachkompetent vorbereitet. Als Basis dienten dabei die von einem Projektteam unter der Leitung von Roland Seiler (BKFV) erarbeiteten Reform-Eckwerte, die gemäss ZV-Beschluss bei den Kantonalverbänden in die Vernehmlassung gegeben worden waren. Mit bloss sechs Antworten fiel das Ergebnis dieser Umfrage allerdings, so Widmer, enttäuschend aus.
Ergiebiger war der Rücklauf der Umfrage, an der sich insgesamt 34 ZV-Mitglieder beteiligten. Sie ergab weitestgehende Einigkeit hinsichtlich der Notwendigkeit von Strukturanpassungen und der künftigen Kernaufgaben, wie sie nunmehr im Grundlagenpapier ausformuliert sind. In Bezug auf verschiedene statutenrelevante Fragen (Abschaffung der Delegiertenversammlung, Aufwertung des Zentralvorstands, Grösse und Arbeitsweise der Geschäftsleitung, Namen und Logo des SFV usw.) ist man jedoch geteilter Meinung.

Knapp zwei Mannjahre
Damit sich die ZV-Mitglieder ein genaueres Bild vom Zeitaufwand der Verbandsleitung machen konnten, wartete Hauser mit einer nach Aufgabengruppen gegliederten Zeiterfassung auf. Diese weist für die GL-Mitglieder ein Jahrespensum von insgesamt mehr als 3600 Stunden aus. Das entspricht beinahe zwei Mannjahren. In dieser Statistik sind die neuen, vom Projektteam vorgeschlagenen Aufgabenbereiche Fundraising, Sponsoring und Lobbying nicht enthalten, da keine diesbezüglichen Erfahrungswerte vorlagen.

Laut Hauser ist für ein Milizmitglied der GL ein Jahrespensum von maximal 200 Stunden (d.h. ein Zehnprozentjob) zumutbar. Grössere Pensen müssten entweder entschädigt oder ausgelagert bzw. im Anstellungsverhältnis erledigt werden. Dabei spielen die relativ knappen finanziellen Ressourcen eine entscheidende Rolle. Heute verfügt der SFV über einen jährlichen Budgetrahmen von rund 250'000 Franken. Vom SFV ähnliche oder auch nur annähernd gleiche Leistungen zu erwarten, wie sie z.B. von Pro Natura erbracht werden, sei illusorisch: Der Naturschutzverband habe jährlich rund 17 Mio Fr. zur Verfügung, davon allein für Kommunikation 1,99 Mio und für Kampagnen 570'000 Fr.

DV-Entscheid
Diesen knappen personellen und finanziellen Ressourcen trägt die in den Reform-Grundsätzen geforderte Konzentration auf Kernaufgaben Rechnung. Sie beinhalten namentlich den Einsatz für den Schutz der Fische und ihrer Lebensräume (inkl. Renaturierungen und Schutz der Artenvielfalt), die nachhaltige und waidgerechte Nutzung, die Aus- und Weiterbildung sowie die Interessenvertretung auf nationaler und internationaler Ebene. Die eigene Fachkompetenz soll durch die Bildung von Kompetenzteams, durch Fachtagungen und die Zusammenarbeit mit externen Fachstellen verbessert werden. Mit einer Intensivierung der Kommunikation z.B. durch Lancierung einer Kampagne «Fisch des Jahres», verstärkte Medienpräsenz und ausgebaute Mitgliederinformation (z.B. elektronischer Newsletter) soll der SFV in der Öffentlichkeit besser verankert werden.

Die Reform-Grundsätze werden nun der Delegiertenversammlung vom 5. Mai zur Genehmigung unterbreitet. Damit hat das Projektteam seine Aufgabe erledigt. Die Gesamtverantwortung für die Strukturreform (inkl. Statutenrevision) liegt gemäss ZV-Beschluss wiederum bei der Geschäftsleitung. Die neuen Strukturen sollen ab DV 2008 mit zeitlicher Staffelung umgesetzt werden.


GL-Sitzungen in Kürze

Die Geschäftsleitung hat an ihren Sitzungen vom 13. Januar und 3. Februar neben der Strukturreform eine Reihe weiterer Geschäfte behandelt. Hier das Wichtigste in Kürze.

Auch an der zweiten Ausgabe der Messe NATUR in den Muba-Hallen in Basel vom 8. bis 11. März ist der SFV präsent. Der Auftritt ist jedoch angesichts der begrenzten Mittel relativ bescheiden: Standbetreuer Hans Lobsiger (KFVBS) kann insgesamt 15 m² mit Ausstellungsgut bestücken. Hauptthema ist die Jugendausbildung, die u.a. mittels einer DVD-Dauerprojektion vorgestellt wird.

Der Internet-Auftritt des SFV bedarf dringend einer Überarbeitung. Die Homepage besticht zwar punkto Aktualität, der grafische Auftritt hingegen muss neu gestaltet werden. Die GL beantragt im Rahmen des Budgets 2007, für das Redesign des Webauftritts einen Rahmenkredit von 6000 Franken einzustellen. Der Relaunch-Auftrag wird, falls der Budgetantrag genehmigt wird, der Internet- und Kommunikationsagentur zic (Zollbrück BE) erteilt.

Nach der erfolgreichen Ausbildungsfachtagung in Olten führt der SFV am 24. März eine analoge Veranstaltung im Bahnhofbuffet Lausanne durch. Zielpublikum sind diesmal die Ausbildungsverantwortlichen der französischen Schweiz.

Mit einiger Besorgnis nahm die GL Kenntnis, dass der Bundesrat seinen Entscheid über die Weiterbehandlung der SFV-Initiative «Lebendiges Wasser» auf Ende Februar vertagt hat. Offenbar auf Druck der Bundesräte Blocher und Merz sollen die finanziellen Auswirkungen der Initiative bzw. eines allfälligen Gegenvorschlags gemäss Antrag Bundesrat Leuenbergers abgeklärt werden. Dafür kommen die Vorbereitungen für die politische und publizistische Begleitung der Initiative planmässig voran. Tobias Winzeler wird dieses Dossier auch nach seinem Rücktritt als Geschäftsführer Ende Februar weiterhin betreuen.

Aus Anlass der letzten von ihm vorbereiteten GL-Sitzung vom 3. Februar lud Tobias Winzeler die GL-Mitglieder sowie Ehrenpräsident Kurt Meyer und EM William Reiter mit Damen zu einem Abschiedsessen ein. Im Anschluss daran organisierte Erika Winzeler im Berner Historischen Museum, wo sie arbeitet, eine Sonderführung durch die soeben eröffnete Einstein-Dauerausstellung.

Als Gäste von Tobias und Erika Winzeler (Bildmitte) besammelten sich die GL-Mitglieder und Gäste vor dem Abmarsch ins Historische Museum von Bern zum Erinnerungsbild mit Damen.

Noch fehlen 230'000 Franken!

Im SFV-Kampffonds lagen per Ende 2006 117'595 Franken. Bis zum theoretisch erreichbaren Endstand von rund 350'000 Franken fehlten somit noch satte 230'000 Franken.

Der zwecks Finanzierung der Aktivitäten im Zusammenhang mit der SFV-Initiative «Lebendiges Wasser» ins Leben gerufene Kampffonds wird bekanntlich durch eine freiwillige «Zehnernötliaktion» geäufnet. Er sollte, falls sämtliche Mitglieder eines SFV-Vereins diesen Obulus entrichten, dereinst ansehnliche 350'000 Franken enthalten. Zwei Jahre nach Beginn der Sammelaktion war man Ende 2006 noch respektable 230'000 Franken von diesem an sich nicht unerreichbar hoch gesteckten Ziel entfernt. Da gibt es offenbar in Kantonalverbänden und Vereinen noch einige Überzeugungsarbeit zu verrichten.

Wie dem Fondsbericht des abtretenden Zentralkassiers Rolf C. Auer entnommen werden kann, «sind im vergangenen Jahr doch einige Spenden eingegangen». Insgesamt flossen ihm 37'234 Franken zu. O-Ton Auer: «Die Initiative steht, und unser Kampf verschiebt sich nun an eine andere Front.» Der SFV benötige deshalb Mittel, um dem Volksbegehren politisches Gehör zu verschaffen. «Haben wir uns auf die Fahne geschrieben, die Gewässer samt Fauna und Flora zu retten, müssen wir auch die Mittel bereitstellen, um die nächsten notwendigen Schritte finanzieren zu können. Wir rufen deshalb alle Fischerinnen und Fischer nochmals auf, einen kleinen Verzicht zu leisten, um Grosses entstehen zu lassen!»

Spenden (auch von Einzelpersonen) sind zu richten an:
Raiffeisenbank, 4123 Allschwil 2, Postcheck-Konto 40-8710-9 (zu Gunsten von Konto 81832.34 - 80775, Schweiz. Fischerei-Verband, Kampffonds, 3001 Bern).

Rolf Auer und die Verbandsleitung danken den bisherigen Spenderinnen und Spendern herzlich und ermuntern die «Abstinenten», deren Beispiel zu folgen. Jeder Franken zählt!

ONLINE-DOSSIERS

Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

Das Argumentarium zur Pestizid- und Trinkwasserinitiative

Dossier Doubs

Online Dossier zur Rettung des Doubs

Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

Online-Dossier zum Fisch des Jahres 2017

FISCHER MACHEN SCHULE

Exkursionsprogramm des SFV für Schulen

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