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Übergangslösung für SFV-Geschäftsstelle

Der Rücktritt von SFV-Geschäftsführer Tobias Winzeler und die laufende Reform der Verbandsstrukturen machen eine Übergangslösung für die operative Führung des SFV nötig.

Am 28. Februar nächsten Jahres ist es so weit: Der langjährige SFV-Geschäftsführer, der Jurist und Biologe Tobias Winzeler, tritt wegen Erreichens der Altersgrenze zurück. Angesichts der Tatsache, dass eine umfassende Überprüfung der Verbandsstrukturen im Gang ist und bis Ende Februar die Eckpunkte des künftigen Aufbaus der Fischer-Dachorganisation noch keineswegs feststehen werden, beschloss die Geschäftsleitung an ihrer Sitzung vom 20. Oktober, für die Zeit bis zum Inkrafttreten neuer Strukturen die Funktionen der Geschäftsstelle mit einer Übergangslösung sicherzustellen. Dabei soll so weit als möglich im Schoss der Geschäftsleitung vorhandenes Potenzial ausgeschöpft werden.

Als Anlauf- und Koordinationsstelle wird gemäss dem von der GL zu Handen des Zentralvorstands verabschiedeten Modell teilzeitlich Zentralpräsident Werner Widmer fungieren. Die administrativen Aufgaben der Geschäftstelle werden ausgelagert. Als fachkompetente Auskunftsstelle wird die Schweizerische Fischereiberatungsstelle (FIBER) in Aussicht genommen, deren Betrieb der SFV bekanntlich mit einem jährlichen Beitrag von 10'000 Franken unterstützt. Als juristischer Berater steht Tobias Winzeler dem SFV und den Kantonalverbänden im Einzelmandat weiterhin zur Verfügung. Für die Protokollführung von Geschäftsleitung, Zentralvorstand und DV soll, ebenfalls im Mandat, eine geeignete Person rekrutiert werden.

Zeitplan zu ehrgeizig
Die Übergangslösung für die operative Verbandsführung soll nach Meinung der Geschäftsleitung am 1. März 2007 in Kraft treten und längstens bis zur DV des Jahres 2009, d.h. bis zum Ende der laufenden Amtszeit der an der DV 2005 gewählten GL, in Kraft bleiben. Nach Meinung der GL ist der für die Strukturreform in Aussicht genommene Zeitplan zu ehrgeizig und mit zahlreichen Problemen organisatorischer und personeller Art verbunden. Aus diesem Grund wird eine Ablaufdehnung vorgeschlagen: Die Totalrevision der Statuten würde den Delegierten nicht schon am 5. Mai 2007, sondern ein Jahr später an der DV 2008 unterbreitet. Die neue Führungscrew könnte anschliessend in aller Ruhe für die Wahl an der DV 2009 zusammengestellt werden.

Neuer Zentralkassier
Bereits an der nächsten DV muss jedoch ein neuer Zentralkassier gewählt werden. Rolf C. Auer, der diese wichtige Funktion seit der DV 2000 ausübt, hat aus persönlichen Gründen per 31. Dezember des laufenden Jahres seinen seit längerer Zeit angekündigten Rücktritt eingereicht. Als interimistischer Zentralkassier hat sich der frühere Amtsinhaber Albert Demut zur Verfügung gestellt. Er wäre bereit, die SFV-Kasse erneut definitiv zu betreuen. Die DV 2007 wird darüber zu befinden haben.

Vernehmlassung verabschiedet
Definitiv verabschiedet hat die GL die Vernehmlassung zur neuen Tierschutzverordnung (vgl. SFZ/Petri-Heil 11/06). Der SFV verlangt u.a. die Streichung sämtlicher die Angelfischerei betreffender Aspekte aus dem Verordnungsentwurf. Allfällig nötige Regelungen seien in den Fischereiverordnungen von Bund und Kantonen vorzunehmen. Die Begründung dieses Haupt- und der zahlreichen Nebenanträge wurde in einem Begleitschreiben an das Eidg. Volkswirtschaftsdepartement dargelegt. Im weitern verlangte die GL eine Unterredung mit dem Chef des zuständigen Bundesamts für Veterinärwesen: Direktor Hans Wyss soll die Argumente der Angelfischerei ungefiltert aus erster Hand erfahren.


Internationale Zusammenarbeit

Der SFV ist über die Mitgliedschaft bei der EAA und der ArgeFA international vernetzt. Im Herbst fanden zwei Tagungen statt.

Leipzig war Schauplatz einer ausserordentlichen Generalversammlung der Europäischen Angler-Allianz (EAA). Diese stand im Zeichen der Führungskrise, die an der GV im vergangenen April durch den Austritt von zwei und der Abwahl der übrigen Ausschussmitglieder ausgelöst worden war. Mit der Wahl von Peter Mohnert (Verband Deutscher Sportfischer VDSF) zum neuen Vorsitzenden und der Bestellung von drei weiteren Ausschuss-Mitgliedern konnte diese bewältigt werden. Gleichzeitig wurden Anpassungen der Strukturen und Arbeitsweise beschlossen. Die EAA ist fortan nicht mehr nach Regionen (Nord-, Süd-, Westeuropa), sondern nach fachlich definierten Untergruppen (z.B. Fliessgewässer, Meer) gegliedert. Dadurch sollen die unterschiedlichen Anliegen der Mitgliedstaaten besser berücksichtigt werden.

In Leipzig verstärkte sich der Trend zur Spaltung: Frankreich hat seine Mitgliedschaft suspendiert und lobbyiert in Brüssel im Alleingang, nachdem seine Vorstellungen über die EAA-Aktivitäten an der April-Sitzung nicht unterstützt worden waren. Drei Verbände (Polens PZW, der Verband Österreichischer Arbeiterfischereivereine und der Deutsche Anglerverband DAV) erklärten ihren Austritt.


ArgeFA stärken
Die Arbeitsgemeinschaft für die Fischerei der Alpenländer (ArgeFA) traf sich zum 33. Herbstmeeting. Gastgeber war diesmal der Österreichische Fischereiverband (ÖFV). Präsident Emilio Stock lud die Gäste nach Scheffau ins Tirol. Am Fuss des Wilden Kaisers, in einer alten Privatvilla am Ufer eines idyllischen Kleinsees, pflegten die Verbandsvertreter Bayerns, Südtirols, Liechtensteins und der Schweiz einen intensiven Erfahrungsaustausch zu den Themen Restwasser, Schwall/Sunk, Weiterausbau der Wasserkraft, Renaturierungen und Landwirtschaft. Auch die Prädatorenfrage kam zu Sprache. Interessant war zu erfahren, dass in Bayern auf Grund einer amtlichen Verordnung letztes Jahr 7400 Kormorane abgeschossen wurden. In Zusammenarbeit mit den Jagdorganisationen, die dafür entschädigt werden, finden jährlich zwei Vergrämungsaktionen mit Abschüssen statt, was von den Vogelschützern offenbar "geschluckt" wird. Im Tirol ist man noch weiter: Pächter von Fliessgewässern kriegen Bewilligungen zum Abschuss von Gänsesägern. Auch hier klappt die Zusammenarbeit (gegen Entschädigung) mit der Jägerschaft.

Was die Zukunft der (losen) Arbeitsgemeinschaft anbelangt, so möchte man die Zusammenarbeit vertiefen, nicht zuletzt angesichts der Probleme in der EAA. Als stärkstes Mitglied stellt sich der Landesfischerei-Verband Bayern mit seinen 14 Mitarbeitenden (!) zur Verfügung, bei der Intensivierung der Kooperation im Alpenraum die Führungsrolle zu übernehmen. Bereits im kommenden Frühling sollen "Nägel mit Köpfen" gemacht werden. Abgerundet wurde diese in familiärem Rahmen durchgeführte Tagung mit einem Vortrag von Wasserbaumeister Otmar Grober über Hochwasserschutz und Renaturierung. Grober ist auch an Projekten in der Schweiz beteiligt.

ONLINE-DOSSIERS

Zu den folgenden Schwerpunktsthemen hat der SFV ausführliche Online-Dossiers eingerichtet:

Pestizide

Das Argumentarium zur Pestizid- und Trinkwasserinitiative

Dossier Doubs

Online Dossier zur Rettung des Doubs

Fischabstieg

Online-Dossier zum vergessenen Weg zurück

Das Bachneunauge

Online-Dossier zum Fisch des Jahres 2017

FISCHER MACHEN SCHULE

Exkursionsprogramm des SFV für Schulen

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